Diabetes und Folgekomplikationen – das Damoklesschwert

Es ist wieder Zeit für die Diabetes Blog Woche. Was das bedeutet? Sieben Tage, sieben Themen, aber weit mehr als sieben Meinungen. Thema heute an Tag 3: #REALTALK – DIABETES UND FOLGEKOMPLIKATIONEN – PRÄSENT ODER VERDRÄNGT?

Diabetes Blog Woche

Folgekomplikationen – nein danke!

Kaum hast Du die Diagnose Diabetes bekommen, kommt der nächste Hammer um die Ecke: die Folgekomplikationen. Wie sagte mein Arzt damals so schön: Passen Sie gut auf sich und Ihre Werte auf, denn dann können Sie Folgekomplikationen vermeiden. Mit großen Augen guckte ich ihn an und lauschte seinen Erklärungen. Der Hinweis, dass es zu solchen Folgekomplikationen kommen kann, wenn die Werte über längere Zeit zu hoch sind, wäre damals hilfreich gewesen.

Kaum hatte ich mal einen Wert der nicht der Norm entsprach, bin ich mit einem unguten Gefühl zur nächsten Kontrolluntersuchung gegangen: sind noch alle Nerven in Ordnung, was wird der Test mit der Stimmgabel ergeben? Auf dem Weg zum Augenarzt habe ich immer gehofft, dass alles gut ist und trotz schlechten Werten keine Komplikationen entstanden sind. Gut, an der Stelle muss ich zugeben dass meine Remi (Remissionsphase) sehr lang war und schlechte Werte für mich mit einer zwei vorne begannen. Darüber kann ich heute nur lachen, denn ab uns zu schleicht sich mal die drei vorne ein.

Das Schwert des Damokles

Niemand hat Lust auf Folgekomplikationen! Jeder sollte sich um seinen Diabetes kümmern. Meiner Meinung nach kann man auch mal fünf gerade sein lassen, denn die Krankheit sollte von niemandem das Leben bestimmen. Wir sollten immer noch Leben, weil wir Spaß am Leben haben und nicht, weil wir eine Krankheit haben, die wir nicht mehr loswerden.

Wir geben unser Bestes, sind aber keine Maschinen. Natürlich ist der Gedanke an die Folgekomplikationen immer da, sie schweben wie das Damokles-Schwert über meinen Kopf. Aber sie bestimmen nicht mein Leben. Ich gebe jeden Tag (meistens zumindest) mein Bestes, mehr kann ich nicht machen. Und es ist ja nicht nur die Therapie. Bei jedem verläuft die Krankheit anders.

Eine Kollegin zum Beispiel hat seit der Kindheit Diabetes, hat eine Einstellung die meiner Meinung nach sehr altbacken ist und kämpft schon mit den ersten Folgekomplikationen. Es nützt manchmal die beste Einstellung nichts.

Daher meine Devise: nicht unterkriegen lassen – et hätt noch immer jot jejange.

 

 

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