Diagnose Diabetes: hätte ich damals gewusst…

Es ist wieder Zeit für die Diabetes Blog Woche. Was das bedeutet? Sieben Tage, sieben Themen, aber weit mehr als sieben Meinungen. Thema heute an Tag 2: DINGE DIE ICH BEI DER DIAGNOSE DIABETES GERN GEWUSST HÄTTE

Diabetes Blog Woche

Diagnose Diabetes und die Welt steht still

Gut, ganz so schlimm war es nicht, aber ich erinnere mich noch gut an den Sommertag vor zehn Jahren, als ich wegen etwas völlig anderem beim Hausarzt saß. Mir wurde damals mit 26 das erste Mal in meinem Leben Blut abgenommen. Mein Arzt schaute mich nach dem Blutbild an und sagte nur, dass er mich zu einem Diabetologen überweisen würde, da mein Langzeitzucker zu hoch sei. Ich hatte natürlich keine Ahnung was das bedeutet, mir aber auch nicht all zu viele Gedanken bis zu dem Termin gemacht.

Als ich dann beim Diabetologen saß, pikste dieser mir mit einer langen Nadel in den Finger und bestätigte den Verdacht meines Hausarztes: 297 mg/dl. Die Diagnose Diabetes stand nun also fest. Da ich eher pragmatisch veranlagt bin, brach ich nicht wie von meinem neuen Arzt erwartet in Tränen aus, sondern wollte wissen wie es nun weiter geht. Ich bekam eine Mappe mit einer illustren Zusammenstellung zum Diabestes ausgehändigt, eine Übersicht über die Broteinheiten die ich ab jetzt jeden Tag essen durfte, ein Blutzuckermessgerät und einen Pen. Bevor ich ging durfte ich mich einmal in den Bauch probepiksen damit zu Hause nichts schief geht. Und da stand ich dann nun mit dem Wissen, dass ich mich ab jetzt an Diäten halten sollte, für jede Mahlzeit spritzen musste und meine Welt nun eine völlig andere sein würde.

Diagnose Diabetes – hätte ich damals gewusst, dass…

  • Diäten und Light-Produkte völlig überwertet werden und Schwachsinn sind
  • ich alles essen darf worauf ich Lust und Hunger habe
  • Kohlenhydrate nicht mein Feind sind, Süßes (!!!) auch nicht
  • wie sich Hypo und Hyper auf die Stimmung auswirken
  • ich nicht die Einzige mit dieser Diagnose bin
  • es nicht die gleiche Krankheit wie bei Oma ist
  • Alkohol trinken trotzdem erlaubt ist
  • ich weiterhin durch die Welt reisen kann
  • ich weiterhin als Reiseleitung arbeiten kann
  • Ärzte oftmals KEINE Ahnung vom Diabetes haben, der eh immer alles Schuld ist
  • meine Welt nur kurz still steht und es dann heißt: aufstehen, Krönchen richten und weitermachen

… dann wäre Vieles leichter gewesen. Rückblickend sage ich: ein Hoch auf Blogs (die damals noch eine Rarität waren) und die sozialen Netzwerke. Sich mit Anderen austauschen und über Probleme, Unsicherheiten und Ängste sprechen ist soviel mehr wert, als jede Mappe über die Krankheit zum Durchlesen. Die Kontakte von damals haben mir viel mehr geholfen, meinen süßen Begleiter zu akzeptieren, über ihn zu lernen und an ihm zu wachsen.  Und wie cool ist es bitte, wenn Freundschaften entstehen und Du gemeinsam Urlaub machst?

2 Comments Diagnose Diabetes: hätte ich damals gewusst…

    1. Mila 14/08/2019 at 09:08

      <3 <3 <3

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