Man schenke mir Zeit… :)

… denn schon wieder ist eine Woche vorbei. Ich habe es immer noch nicht geschafft, alle Skandinavienbilder zu sichten, geschweige denn über meine Tour zu schreiben – aber kommt – versprochen.

Meine letzte Woche war – wenn ich mir meine Instagram-Galerie so angucke – vollgepackt. Los ging es  am Samstag, denn da stand endlich das Ärztekonzert an. Nachmittags kam Olli nach Köln und natürlich musste er noch mein Lieblingscafé und meine liebsten Freunde kennen lernen, bevor es dann zum Stadion ging. Ich war ewig nicht mehr im Stadion bzw. in dem „Neuen“ war ich noch gar nicht. Schön ist es geworden, ich mags. Und das Konzert mochte ich auch. Sehr sogar. Leider hat mein Blutzucker an dem Tag ein wenig verrückt gespielt, so dass ich zu Beginn noch ein wenig grummelig war. Dank der lieben Fürsorge meines Begleiters, war die schlechte Laune allerdings schnell verflogen und ich konnte das Konzert genießen. Danke dafür 😉 Nach dem Konzert hatten wir keine Lust uns in die völlig überfüllten Bahnen zu quetschen und haben spontan entschieden, zu Fuß nach Hause zu laufen. Am Ende zog sich das Stündchen ein wenig, aber die Luft war gut und der Spaziergang tat auch gut. Es war ein tolles Konzert und ein toller Abend.

Am Sonntag habe ich es erst einmal gemütlich angehen lassen, denn abends musste ich fit sein. Meine liebe Freundin Tina wollte nämlich mit mir in ihren Geburtstag reinfeiern. Gesagt getan, abends ging es zum Italiener um die Ecke. Die Pizzen dort sind so großartig, dass wir von dort um kurz vor zwölf nach Hause gekugelt sind 😀 Um Mitternacht haben wir es aber trotzdem noch geschafft anzustoßen und Tinas Geburtstag gebührend zu feiern. Das Feiern zog sich auch die Woche durch, denn am Montagabend fand ich mich schon wieder auf Tinas Balkon wieder. Sie hatte die Familie eingeladen und da ich „irgendwie dazu gehöre“ (sehr süß von ihr) durfte ich auch kommen. Sehr schön war auch, dass die Alex einfach spontan vorbei kam und wir so einen sehr lustigen Abend hatten.

Dienstag war es dann so heiß, dass es Anne, Ole und mich in den Park gezogen hat. Der Grill musste angeworfen und die Picknickdecke entstaubt werden. Tina schloss sich spontan auch an und natürlich wurde auch noch einmal auf ihren Geburtstag angestoßen, hehe. Da Köln ja bekannterweise ein Dorf ist, dauerte es auch nicht lange, bis meine Schwester neben mir auf der Decke saß, da sie ebenfalls mit Freunden im Park war. Ein lustiger Abend im Park – es hat immer ein bisschen was von Urlaub, da man einfach die Seele baumeln lassen und kurz dem Alltag entfliehen kann. Während wir so im Park saßen, passierte auch noch etwas tolles, denn mich erreichte die Nachricht, dass ich etwas gewonnen habe. Jahaaa! Was genau das ist, werde ich hier separat noch einmal schreiben, ich bin jedenfalls ganz aus dem Häuschen.

Der Rest der Woche stand dann ganz im Zeichen der Hochzeit, allerdings nicht meiner 😉 Nächste Woche Samstag heiratet meine Schwester kirchlich. Dafür war ich mit meinem Patentantchen und der Frau meines besten Freundes in der Stadt, um eine passende Kopfbedeckung/Hütchen zu finden. Es wird so großartig, aber mehr wird erst nach der Hochzeit verraten.

Nachdem die Kleidung nun also feststand für nächsten Samstag, war auch schon wieder Wochenende und was haben wir getan? Richtig, die offizielle Geburtstagsfeier von Tina stand an. Meine Woche begann mit den Feierlichkeiten und endete mit den Feierlichkeiten, es hätte also wahrlich schlimmer sein können 😉

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Bloggerparade – Meine Lieblingsstadt am Meer

Egmond

Es gibt viele Städte die ich mag. Viele davon liegen auch am Meer – aber es gibt ein kleines Städtchen, das mich immer wieder verzaubert, eine ganz magische Wirkung auf mich hat, für gute Laune sorgt und mich durchatmen läßt – mich glücklich macht. Und genau von diesem Städtchen möchte ich hier berichten.

Ausschlaggebend für diesen Post war Janett, die auf ihrem Blog zur Bloggerparade aufrief und dank des Partners/Sponsors DFDS sogar einen tollen Preis verlost.

Meine Lieblingsstadt am Meer ist Egmond aan Zee. Genauer genommen ist es ein kleiner Küstenort. Ein kleiner feiner Ort, der in Nordholland liegt. Egmond ist ungefähr 35 km von Amsterdam und 10 km von Alkmaar entfernt. Kennengelernt habe ich das Örtchen vor drei Jahren durch puren Zufall. Ich liebe das Wasser, das Meer. Zwei Freundinnen und ich wollten einen Tagesausflug ans Meer machen. Eine der beiden hatte von Egmond schon viel schönes gehört und schlug vor: warum nicht nach Egmond? Gesagt getan, rein ins Auto und vier Stunden später waren wir da (von Köln aus). Kurz nach dem Aussteigen war es auch schon um mich geschehen, ich habe mich in den kleinen Küstenort verliebt. Das Örtchen ist geprägt durch seine kleinen alten typisch holländisch gebauten Häuser und egal wo man sich aufhält, von überall wird es von dem Leuchtturm  J.C.J. van Speijk von 1834 überragt.

Egmond_Leuchtturm

Mit etwas Glück findet man an den Dünen direkt einen Parkplatz und kann entweder an der Promenade mit Blick aufs Meer, Kitesurfer, Strandkörbe, Urlauber und Spaziergänger entlang spazieren, oder man geht runter ans Meer und hält dort seine Nase in den Wind. Letzteres bevorzuge ich. Am Wasser durch den Sand spazieren (im Sommer auch gerne barfuß), Muscheln suchen, die Möwen beobachten und glücklich sein.

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YummyEs ist ja bekannt, das die frische Luft einen irgendwann auch hungrig macht und man sich überlegt: jetzt ne Kleinigkeit essen wäre nicht verkehrt. Man kann schön am Wasser bis zum Ortskern laufen, wo viele verschieden kleine Bars und Restaurants auf einen warten. Dorthin verschlägt es mich auch immer wieder und wie es der Zufall so will, habe ich mir auch schon ein Lieblingscafé ausgeguckt, in dem es Tee, mit leckeren Waffeln und heißen Kirschen gibt. Natürlich gibt es aber auch herzhafte Speisen, die genau so gut schmecken, alles schon probiert *hust*  Nach dem Einkehren kann man schön gemütlich durch die Fußgängerzone Richtung Strand zurück schlendern, am Wasser parallel zu den Dünen laufen, kommt irgendwann wieder zu seinem Auto und hat einen wunderbaren Tag in Egmond verbracht.

Ich mag dieses kleine Küstenörtchen. Ein Tag dort ist Erholung pur und all der Stress aus der Heimat ist vergessen. Ich kann es nur jedem empfehlen, einmal dort hinzureisen und sich von dem Charme verzaubern zu lassen.

Der „kühle“ Norden mit 28 Grad :))

Nun bin ich also wieder zurück aus dem kühlen Norden. Norden stimmt, kühl definitiv nicht. Ein bisschen Farbe hab ich bekommen 😀 So hatten wir im Süden generell über 20 Grad und selbst am Polarkreis beim Weihnachtsmann zeigte das Thermometer 28 Grad an. Ja, richtig gelesen. Finnisch Lappland zeigte sich von seiner sonnigen Seite und mit knapp 30 Grad. Merry Christmas bei strahlend blauem Himmel und Sonnenschein, warum auch nicht?

Gut, weiter 600 km nördlich, am Nordkapp, hatten wir am nächsten Tag nur noch 5 Grad. Passte schon eher 😉

Ein ausführlicher Bericht und jede Menge Bilder werden in Kürze folgen. Erst einmal heißt es Rechnung schreiben, Bilder auf den Rechner ziehen, sichten und dann, dann werde ich von einer sehr spannenden und lustigen Tour berichten, die mal wieder alles zu bieten hatte, was Euch mit Sicherheit lachen oder auch auch die Hände über dem Kopf zusammen schlagen lässt. Außerdem war ich vorher ja bei lieben Freunden in Hamburg, die auch noch einen Beitrag bekommen werden und mein süßer Begleiter natürlich auch 🙂

Vorab aber schon einmal zwei Bilder und das Lied, welches mich/uns auf unsrer Tour durch den Norden begleitet hat – wunderschön, wenn man dazu am Fjord entlang fährt aufs Wasser schaut und anfängt zu träumen.

Jönköping

Hurtigrute

„Wird das nicht langsam langweilig – das Nordkapp?“

<3Ein bisschen verdutzt war ich über die Frage ja schon. Gut, Ziel aller Nordlandfahrer ist es, einmal im Leben das Nordkapp zu erreichen, auf dem Plateau zu stehen, welches steil aus dem Eismeer herausragt, auf das Wasser herabzublicken, mit viel Glück die Mitternachtssonne zu sehen und zu wissen, da geht es jetzt nicht mehr weiter – ich befinde mich am nördlichsten Punkt Europas.  (Für die Besserwisser unter Euch: ja ich weiß, dass es einen noch nördlicheren Punkt gibt 😉 )

Ja, es war windig!!

In zwei Wochen werde ich wieder gen Norden aufbrechen mit dem Ziel, am 4.06. am Nordkapp zu stehen, auf das Eismeer zu schauen, meine Nase in den Wind zu halten, zufrieden zu lächeln und zu denken: Wie toll! Angekommen! Freiheit!  Für mich wird es das achte mal sein. Das achte mal am Nordkapp und für dieses Jahr auch nicht das letzte mal 🙂

Für meine Gäste ist das Nordkapp neben den Lofoten das Highlight ihrer Reise und ein ganz besonderer Ort,  den viele vermutlich auch nur dieses eine mal sehen und erleben werden. Wie besonders dieser Ort  für meine Gäste ist, zeigt diese kleine Geschichte aus dem letzten Jahr:

das Nordkap liegt auf der Insel Magerøya, die duch den Nordkapptunnelen erreicht wird. Von da sind es dann noch ungefähr 30 km bis zum Kap. Die Straße schlängelt sich serpentinenartig hoch und hinter jeder Kurve wartet ein neues Fotomotiv. Hierbei spielt es keine Rolle, ob die Sonne scheint oder die Wolken tief hängen, der Ausblick ist immer fantastisch. Eine Dame hat wirklich jedes Fotomotiv mitgenommen, was zur Folge hatte, dass die Batterien der kleinen Kamera  leer waren und sich sowie wir den Parkplatz des Nordkapps erreicht hatten, verabschiedeten.

Nach meiner Ansprache an die Gäste kam sie weinend und völlig aufgelöst zu mir und zeigte mir, dass ihre Kamera einfach nichts mehr tat. Nachdem ich sie kurz in den Arm genommen habe um sie zu trösten fragte ich sie, ob sie denn nicht in ihrer Tasche Ersatzbatterien mithätte, denn dann würde ich ihr die schnell austauschen und dann könne sie sofort los und weiter fotografieren. In ihrem Geschluchze hatte sie wohl aber nicht gehört was ich sie gefragt hatte, denn sie stammelte nur „Jetzt bin ich so weit und so lange gefahren Sharmila und jetzt macht die Kamera einfach nichts mehr.“ Ihrem Göttergatten wurde das Gejammer zu viel und er entschied sich, seine Frau mir zu überlassen und schloss sich schon einmal der Gruppe an, die bereits auf dem Weg zur Nordkapphalle war. Ein bisschen schmunzeln musste ich ja schon. Nachdem sich meine kleine Omi dann wieder ein wenig gefangen hatte, fragte ich sie noch einmal nach den Ersatzbatterien und siehe da es gab welche. Allerdings waren diese nicht im Handgepäck im Bus, sondern gut und sicher verpackt im Koffer. Wie günstig dachte ich mir, ohne diese Worte auszusprechen. „Mein Sohn hat mir die Kamera gegeben und die Akkus und gesagt ich soll diese sicher verwahren“. Na herzlichen Glückwunsch, guter Sohn 🙂 Da ich mittlerweile aber echt Mitleid mit der kleinen Omi hatte, habe ich mit einem der Busfahrer gesprochen, wir haben die Gepäckklappen geöffnet und besagten Koffer gesucht. Sicher verwahrt fanden wir dann auch die Batterien, welche ich schnell gewechselt habe und die kleine Dame fing erneut an zu schluchzen. Diesmal aber aus Erleichterung und Dankbarkeit.

Dieses Erlebnis hat mir gezeigt, welche große Bedeutung das Nordkapp doch hat und welche Faszination es auf meine Gäste oder generell auf die Besucher ausübt. Und genau diese Faszination überträgt sich auch auf mich. Egal wie oft ich schon dort gewesen bin und auch noch sein werde. Der Ort ist einfach besonders, wunderschön, einzigartig und definitiv nicht langweilig 😉

Und jetzt: Ton an, Vollbild an und genießen!