Category Arbeiten in Skandinavien

Der „kühle“ Norden mit 28 Grad :))

Nun bin ich also wieder zurück aus dem kühlen Norden. Norden stimmt, kühl definitiv nicht. Ein bisschen Farbe hab ich bekommen 😀 So hatten wir im Süden generell über 20 Grad und selbst am Polarkreis beim Weihnachtsmann zeigte das Thermometer 28 Grad an. Ja, richtig gelesen. Finnisch Lappland zeigte sich von seiner sonnigen Seite und mit knapp 30 Grad. Merry Christmas bei strahlend blauem Himmel und Sonnenschein, warum auch nicht?

Gut, weiter 600 km nördlich, am Nordkapp, hatten wir am nächsten Tag nur noch 5 Grad. Passte schon eher 😉

Ein ausführlicher Bericht und jede Menge Bilder werden in Kürze folgen. Erst einmal heißt es Rechnung schreiben, Bilder auf den Rechner ziehen, sichten und dann, dann werde ich von einer sehr spannenden und lustigen Tour berichten, die mal wieder alles zu bieten hatte, was Euch mit Sicherheit lachen oder auch auch die Hände über dem Kopf zusammen schlagen lässt. Außerdem war ich vorher ja bei lieben Freunden in Hamburg, die auch noch einen Beitrag bekommen werden und mein süßer Begleiter natürlich auch 🙂

Vorab aber schon einmal zwei Bilder und das Lied, welches mich/uns auf unsrer Tour durch den Norden begleitet hat – wunderschön, wenn man dazu am Fjord entlang fährt aufs Wasser schaut und anfängt zu träumen.

Jönköping

Hurtigrute

„Wird das nicht langsam langweilig – das Nordkapp?“

<3Ein bisschen verdutzt war ich über die Frage ja schon. Gut, Ziel aller Nordlandfahrer ist es, einmal im Leben das Nordkapp zu erreichen, auf dem Plateau zu stehen, welches steil aus dem Eismeer herausragt, auf das Wasser herabzublicken, mit viel Glück die Mitternachtssonne zu sehen und zu wissen, da geht es jetzt nicht mehr weiter – ich befinde mich am nördlichsten Punkt Europas.  (Für die Besserwisser unter Euch: ja ich weiß, dass es einen noch nördlicheren Punkt gibt 😉 )

Ja, es war windig!!

In zwei Wochen werde ich wieder gen Norden aufbrechen mit dem Ziel, am 4.06. am Nordkapp zu stehen, auf das Eismeer zu schauen, meine Nase in den Wind zu halten, zufrieden zu lächeln und zu denken: Wie toll! Angekommen! Freiheit!  Für mich wird es das achte mal sein. Das achte mal am Nordkapp und für dieses Jahr auch nicht das letzte mal 🙂

Für meine Gäste ist das Nordkapp neben den Lofoten das Highlight ihrer Reise und ein ganz besonderer Ort,  den viele vermutlich auch nur dieses eine mal sehen und erleben werden. Wie besonders dieser Ort  für meine Gäste ist, zeigt diese kleine Geschichte aus dem letzten Jahr:

das Nordkap liegt auf der Insel Magerøya, die duch den Nordkapptunnelen erreicht wird. Von da sind es dann noch ungefähr 30 km bis zum Kap. Die Straße schlängelt sich serpentinenartig hoch und hinter jeder Kurve wartet ein neues Fotomotiv. Hierbei spielt es keine Rolle, ob die Sonne scheint oder die Wolken tief hängen, der Ausblick ist immer fantastisch. Eine Dame hat wirklich jedes Fotomotiv mitgenommen, was zur Folge hatte, dass die Batterien der kleinen Kamera  leer waren und sich sowie wir den Parkplatz des Nordkapps erreicht hatten, verabschiedeten.

Nach meiner Ansprache an die Gäste kam sie weinend und völlig aufgelöst zu mir und zeigte mir, dass ihre Kamera einfach nichts mehr tat. Nachdem ich sie kurz in den Arm genommen habe um sie zu trösten fragte ich sie, ob sie denn nicht in ihrer Tasche Ersatzbatterien mithätte, denn dann würde ich ihr die schnell austauschen und dann könne sie sofort los und weiter fotografieren. In ihrem Geschluchze hatte sie wohl aber nicht gehört was ich sie gefragt hatte, denn sie stammelte nur „Jetzt bin ich so weit und so lange gefahren Sharmila und jetzt macht die Kamera einfach nichts mehr.“ Ihrem Göttergatten wurde das Gejammer zu viel und er entschied sich, seine Frau mir zu überlassen und schloss sich schon einmal der Gruppe an, die bereits auf dem Weg zur Nordkapphalle war. Ein bisschen schmunzeln musste ich ja schon. Nachdem sich meine kleine Omi dann wieder ein wenig gefangen hatte, fragte ich sie noch einmal nach den Ersatzbatterien und siehe da es gab welche. Allerdings waren diese nicht im Handgepäck im Bus, sondern gut und sicher verpackt im Koffer. Wie günstig dachte ich mir, ohne diese Worte auszusprechen. „Mein Sohn hat mir die Kamera gegeben und die Akkus und gesagt ich soll diese sicher verwahren“. Na herzlichen Glückwunsch, guter Sohn 🙂 Da ich mittlerweile aber echt Mitleid mit der kleinen Omi hatte, habe ich mit einem der Busfahrer gesprochen, wir haben die Gepäckklappen geöffnet und besagten Koffer gesucht. Sicher verwahrt fanden wir dann auch die Batterien, welche ich schnell gewechselt habe und die kleine Dame fing erneut an zu schluchzen. Diesmal aber aus Erleichterung und Dankbarkeit.

Dieses Erlebnis hat mir gezeigt, welche große Bedeutung das Nordkapp doch hat und welche Faszination es auf meine Gäste oder generell auf die Besucher ausübt. Und genau diese Faszination überträgt sich auch auf mich. Egal wie oft ich schon dort gewesen bin und auch noch sein werde. Der Ort ist einfach besonders, wunderschön, einzigartig und definitiv nicht langweilig 😉

Und jetzt: Ton an, Vollbild an und genießen!

Die Verträge sind gemacht…

Skandinavien

…und es wurde viel gelacht – oder wie sang einst Westernhagen in seinem Lied „Freiheit“.

Für mich bedeutet die oben zu sehende Unterschrift: ab zum Nordkap! Es dauert noch bis Ende Mai. Aber hey, wir haben schon Mitte März, die Zeit rast. Ich seh das schon kommen, ich bereite mich wieder vor bzw. nehme mir vor früh genug anzufangen und zack geht es schon los. Los zum arbeiten in Skandinavien. Eine Reisegruppe sicher zum Nordkap manövrieren und auch wieder zurück. Viele werden jetzt denken: oh wie toll, Urlaub. Nein! Urlaub ist es nicht – 24 Stunden im Dienst sein hat mit Urlaub nicht viel zu tun. Aber die Landschaft entschädigt für alles, daher ist es eine „schöne“ Arbeit. Da arbeiten, wo andere Urlaub machen oder dafür zu sorgen, dass sich alle gerne an die Zeit im hohen Norden zurück erinnern. Neue Leute kennen lernen, neue Geschichten hören, die Begeisterung und das Strahlen der Gäste in den Augen sehen, aber auch die Panik wenn sie hören, auf was genau sie sich da nun eingelassen haben 🙂 Entspannen, wenn die Gäste alle zufrieden sind (oder es scheinen!) und man den Hauch von Feierabend verspürt. In die Sauna setzen, spazieren gehen, die Kamera schnappen und die wunderschöne Natur und Stille genießen. Ich freue mich!

Mitternachtssonne mit Blick auf Nordkapp

Skandinavien die Erste

Eben habe ich mit Schrecken festgestellt, dass der letzte Post schon eine Ewigkeit her ist. Aber irgendwie kam ich in letzter Zeit weder zum Schreiben und auch das Sichten und Sortieren der Bilder hat recht lange gedauert. Aber jetzt! 🙂

Dieses Jahr bin ich drei mal in Skandinavien auf dem Weg zum Nordkap unterwegs. Das schöne an der Sache ist, die erste Tour war Ende Mai/Anfang Juni die nächste ist in zwei Wochen, also Ende Juli/Anfang August und die letzte ist Ende August/Anfang September. Drei verschiedene Jahreszeiten, d.h. die Vegetation ist immer eine andere, der Sonnenstand ist jedes mal anders und für die Fotografen: es bieten sich immer wieder neue wunderschöne und spannende Motive. Gut, ich bin ja nun nicht zum fotografieren da sondern zum arbeiten, aber bis meine Rentnerlein alle aus aus dem Bus draußen sind, sich sortiert haben und ihre Fotos gemacht, hab ich schon längst meine Bilder im Kasten und kann mich wieder den Rentnerlein widmen 🙂
Aber nun mal zur ersten Tour. Ende Mai/Anfang Juni war ich noch nie in Skandinavien, war also sehr gespannt, wie es aussieht, ob noch Schnee liegt, wenn ja wie viel und wie wohl so die Temperaturen sein werden. Mit Jenny habe ich mich also von Köln nach Hamburg aufgemacht um mich dort am HBF mit Hanna und Robert zu treffen. Wir vier sind letztes Jahr schon zusammen gefahren und hatten unsere Termine dieses Jahr so geplant, dass wir die Touren wieder zusammen fahren können. Die Wiedersehensfreude war groß und gut gelaunt haben wir uns dann zum Hotel aufgemacht. Wir waren sehr gespannt, woher unsere Reisegruppen wohl kommen werden und ob wir nette und fähige Busfahrer haben werden 🙂 Ich erinnere nur nochmal an mein absolut unfähiges Duo aus dem letzten Jahr!
Das Kennenlernen mit den Gruppen gestaltete sich dann als sehr lustig, denn sie kamen alle „von drüben“, was zur Folge hatte, dass wir erst einmal ein bisschen gebraucht haben uns gegenseitig zu verstehen :)) Aber das haben wir dann auch schnell in den Griff bekommen und einer lustigen Reise stand nichts mehr im Weg. Sehr zu unserer Erleichterung, waren nämlich auch alle Busfahrer auf dern ersten Blick qualifiziert und wirkten fähig 🙂 Ich hatte das Glück, Vater und Sohn als Fahrer zu haben. Das war für mich ganz angenehm, denn Jörg war nur 3 Jahre älter als ich, so dass das Eis da ziemlich schnell gebrochen war und wir uns gut verstanden haben. Mit seinem Vater ging es aber dann auch recht fix, so dass wir ab dem dritten Abend immer noch ein gemeinsames Feierabendbierchen im Bus getrunken haben, ein kleines Schnäpschen *g* und gequatscht haben. Die Beiden waren ein wenig eigen und hatten einen sehr trockenen Humor, was meine Reisebegleiterkollegen ein wenig schwierig fanden („Mila die sind ja voll grimmig und stoffelig“), ich aber total großartig, da wir genau auf einer Wellenlänge lagen. Ich hatte auf jeden Fall viel Spaß mit denen und bei uns im Bus hat alles reibungslos geklappt- so! 🙂 Eigentlich verlief die ganze Tour bei mir sehr reibungslos, es gab keine größern Dramen und ich habe mich diesmal mit allen Fahrgästen gut verstanden – eine ganz neue Erfahrung. Ich meine: in der Regel hat man 50 Gäste im Bus, da gibt es immer mal wieder Gäste, mit denen man es besser kann oder eben auch welche, mit denen man nicht so engen Kontakt hat. Diesmal war das anders, ich hab mich allen sehr gut verstanden und das Verhältnis war sehr herzlich von beiden Seiten. Das muss das Kölsche in mir sein :)) Da die Tour nahezu perfekt war, lass ich jetzt einfach mal ein paar Bilder sprechen, denn die Bedinungen fürs Fotografieren hätten auch nicht besser sein können 🙂

Das erste laute Lachen am HBF in HH :-))
Fähre von Stockholm nach Helsinki
Finnland: immer geradeaus
Feierabendwein für 11 €

Skandinavien die Zweite

Drei Wochen ist es schon wieder her, dass ich hier etwas geschrieben habe. Das heißt aber auch, ich war jetzt 3 Wochen fast durchgehend unterwegs, drei Wochen nicht zu Hause und 3 Wochen von meinem Katzi getrennt. Aber: seit einer Stunde ist die kleine Maus wieder hier und ich das erste mal seit langem wieder ausgeschlafen 🙂 Aber nun mal von vorne:
Am Ende August ging es für mich ein zweites mal nach Hamburg und dann weiter Richtung Nordkap. Diesmal ist auch eine Freundin, die Jenny, auf der Tour mitgefahren, was mich sehe gefreut hat. Auf der Zugfahrt war ich schon sehr gespannt, wie meine Gruppe wohl diesmal sein wird, wo sie wohl herkommen und vor allem: wie sind meine Busfahrer :-)) Aber ich dachte mir auch: schlimmer als bei der letzten Tour kann es ja nicht werden 🙂 Als ich Horst und Michael dann kennen gelernt habe, war ich sehr erleichtert, beide super nett, den Bus voller Essen und Getränke und Horst ist die Strecke kurz zuvor auch schon gefahren. Die Busfahrer waren diesmal also top und die Gäste.. ja die Gäste waren auch alle lieb, allerdings kamen sie aus dem Schwabenländle, was die Kommunikation am Anfang etwas erschwert hat. Ich hab die nicht verstanden und die mich auch nicht *g* Naja, aber nach einer kurzen Eingewöhnungsphase ging es dann, bis auf die Uhrzeit: mit dem „viertel 1“ und „dreiviertel 1“ tu ich mich bis heute schwer, auch wenn Michael es sehr bildlich an einer Pizza versucht hat mir zu erklären „Mila, du isst doch auch keine viertel vor Pizza“ *g*
Die Tour verlief auf jeden Fall sehr stressfrei, alles hat reibunslos geklappt und war im Gegensatz zu der ersten Tour wirklich „entspannend“.

Mila, Robert, Franzi, Fitz, Hanna, Jenny
Warten auf die Hurtigruten
Michael
1 Abend, 5 Leute, 5 Flaschen Wein 🙂
Mila und Robert
Finnland
Nordkapinsel
Nordkapinsel
20.30 Uhr auf den Hurtigruten
Lofoten
von den Lofoten zurück aufs Festland, leichter Wind *g*
Polarkreis
Die Weltkugel nur für mich alleine, wohoo
am Nordkapp
Norwegen
20.30 Uhr Hurtigruten Richtung Tromsø