Category Arbeiten in Skandinavien

Skandinavien ich komme!

In ein paar Stunden gehts los!! Wir haben jetzt 1.15 Uhr und meine Tasche ist gepackt!! Juchhu, endlich!! Sie hat jetzt ein Gewicht von 14,8 kg. Man man man normalerweise reise ich immer mit kleinem Gepäck, aber ich mache ja auch keinen Urlaub sondern bin arbeiten. Da muss die Tasche ja schwerer sein. Um 6 Uhr klingelt der Wecker, d.h. so langsam sollte ich mal schlafen gehen. Heute kann ich mit offenen Fenster schlafen, welch Luxus, denn die kleine Madame ist bereits in ihrem Feriendomizil. Da wird sie die nächsten 3 Wochen verbringen und ich werde sie ganzs schrecklich vermissen, aber es geht ihr dort gut und sie wird Mama und Papa bei Laune halten :-)) In diesem Sinne,  gute Nacht und bis bald!!

Abenteuerreise oder auch "Wo ist das Nordkap??"

23.07.2011 war nun dieses Jahr mein Anreisetag in Hamburg, um dann einen Tag später gen Norden aufzubrechen. Nach Hamburg bin ich aber schon zwei Tage früher, um mich mit Lamia, einer sehr lieben Freundin zu treffen die jetzt in Hamburg wohnt. Also saß ich bereits am Donnerstag im Zug gen Norden. Der Aufenthalt bei Lamia war super lustig und es gab natürlich viel zu erzählen, hatten uns auch schon Ewigkeiten nicht mehr gesehen. So kam es, dass wir am ersten Abend bis nachts um 3 fröhlich Wein tranken, quatschten und irgendwann begannen Karnevalslieder zu singen. Ja ja, so sind se die Kölschen :)) Am Freitag musste Lamia arbeiten (mein vollstes Mitleid dafür) und ich hatte einen Tag zur freien Verfügung. Diesen hatte ich allerdings von Köln aus schon verplant. Wollte ich doch die Chance nutzen und mich mit Birgit und Basti treffen. Birgit kannte ich bis dato nur über das Studi aus einer Diabetikergruppe und Basti kannte ich seit Ende der 90, aber auch nur über das Internet und vom Telefonieren. Gespannt machte ich mich also auf den Weg in die Stadt um Birgit zum frühstücken zu treffen. Wir haben uns auf Anhieb erkannt und auch super verstanden! Es war ein sehr lustiger Vormittag/Mittag. Waren erst frühstücken (für mich sehr schön mal mit Jemanden zu frühstücken, der auch n Pen zückt *g*), haben dann eine Hafenrundfahrt gemacht und dann hat sie mich noch zu meinem Treffpunkt mit Basti gebracht. Mit dem habe ich mich auch auf Anhieb gut verstanden und es war ein lustiger Nachmittag. Abends hab ich mit Lamia dann gekocht,besser gesagt gegrillt und wir haben es uns bei ihr gemütlich gemacht. Überschattet wurde der Abend dann ein wenig durch die tragischen Ereignisse in Oslo, da ich von sämtlichen Freunden kontaktiert wurde, ob es mir gut geht und ob wir auch nach Oslo fahren. Das war schon sehr süß, wie sich alle gesorgt haben!! Gott sei Dank ist Lone, meiner Freundin in Oslo nichts passiert. Ich war sehr glücklich und erleichtert, als die SMS von ihr kam.

Am nächsten Tag haben Lamia und ich noch fein gefrühstückt und dann ging es auch schon los zum Hotel nach Bilstedt, wo ich meine Gruppe kennenlernen sollte, die Busfahrer und auch zum ersten Mal auf die beiden anderen Reisebegleiter treffen sollte. Das Treffen mit Manu und Conny fiel sehr herzlich aus und wir haben uns auch von Anfang an gut verstanden, das war schonmal sehr gut. Dann kam jedoch eine Mitarbeiterin von SR-Travel auf mich zu, nahm mich beiseite und teilte mir mit: Du, deine Busfahrer scheinen ein bisschen schwierig zu sein… NA TOLL!! Das geht ja schon gut los dacht ich mir. Als diese dann mit 2 stündiger Verspätung endlich am Hotel ankamen, stellten wir als erstes fest: sie kamen mit einem leeren Bus an, es gab weder Getränke noch zu Essen an Bord. Das war äußerst schlecht, steht doch in der Ausschreibung von Trendtours (TT), dass die Gäste von den Busfahrern verpflegt werden unterwegs. Ein TT-Mitarbeiter hat die beiden dann zurecht gewiesen und angeordnet noch Getränke zu kaufen, was sie nach mehrfacher Aufforderung dann auch taten. Aber NUR Getränke nichts zu Essen, das sollte noch Folgen haben und für miese Stimmung im Bus sorgen! An dem Abend habe ich mich jedoch nicht weiter drum gekümmert, sondern mit Manu und Conny die Reise durchgesprochen und mir die erste Tagesetappe schon einmal angesehen. Conny und ich hatten ein Zimmer zusammen, so haben wir noch ein bisschen gequatscht und sind dann kurz nach 12 müde ins Bett gefallen. Am nächsten Morgen klingelte nämlich in aller Frühe der Wecker. Sie musste um 6.15 Uhr frühstücken, ich Gott sei Dank erst um 7. Also trennten sich um kurz nach 6 unsere Wege, aber es sollte nur von kurzer Dauer sein, schließlich würden wir uns unterwegs immer wieder treffen.

Gestärkt für den Tag ging unsere Reise dann also um 8 Uhr los und das Drama bzw. das Abenteuer begann: Schnell stellte ich nämlich fest, dass die Busfahrer absolut KEINEN Plan hatten von dem was sie taten oder tun sollten. Sie wussten nicht wo uns die Reise hinführte, sie konnten nicht mit dem Navi umgehen, sie hatten keine Karten dabei UND sie waren völlig beratungsresistent. Für mich bedeutete das, dass ich mich nicht wie geplant (und wie es in meinem Vertrag steht) um die Gäste kümmern konnte und diese mit Informationen über Land und Leute versorgen konnte, nein – ich musste mich um meine Busfahrer kümmern, die betreuen, so dass wir auch am Ende des Tages am Ziel ankamen. Die Gäste waren natürlich leicht irritiert, warum ich so wenig erzähle, am zweiten Tag hatten die Ersten alledings raus warum und ich hatte sie sehr schnell auf meiner Seite 🙂 Der Unmut über die Fahrer wuchs von Tag zu Tag, zum Glück hatten wir schönes Wetter und es kam auch immer wieder Freude auf bei den Gästen als sie zum Fenster rausgeschaut haben. Weniger günstg für die Busfahrer war auch, dass es bei uns nichts zu Essen an Bord gab und wir jeden Mittag an einer Tankstelle Halt machen mussten, wo sich die Gäste was zu Essen kaufen konnten/mussten. Während wir dann mit unserem pappigen Brötchen da standen, wurden die Gäste der Nachbarbusse fein beköstigt von ihren Busfahrern, das war schon unfair :-)) Gegen Mitte der Reise, waren aber meine Gäste so klug und haben sich dann bei den anderen Busfahrern was zu Essen gekauft. Meine waren echt zu doof für den Job, denn das Essen und die Getränke sind DIE Einnahmequellen für die Fahrer… das meine nicht ganz helle waren zeigt auch schon die Überschrift dieses Posts: Wir fahren irgendwann in finnisch Lappland los, da fragen mich meine beiden Pappnasen (wie ünbrigens JEDEN Tag): „Wo fahren wir denn heute hin?“ Alleine für diese Frage hätte ich sie am 3. Tag am liebesten gewürgt, da sie von mir eine Übersicht bekommen haben, wo wir unsere Hotels haben.. aber Eigeninitiative, Fehlanzeige. Nun gut, meine Antwort war dann „heute gehts endlich zum Nordkap“. Diese Antwort sagt eigentlich alles, NICHT für meine beiden Fahrer. Von denen kam dann die Frage: „Wo ist das Nordkap, kannst Du mir das auf ner Karte zeigen und ne Adresse geben, damit ich das ins Navi eingeben kann?“ Spätestens da musste ich mir auf die Zunge beißen um die Beiden nicht auszulachen und im nächsten Augenblick zu beschimpfen 😀 Ich meine halllooooooo?!? Wo führt uns die Reise hin, wie ist sie ausgeschrieben? Richtig: Nordkap und Lofoten!! Nordkap beinhaltet ja schon den Begriff des Nordens… aber soweit konnten die beiden wohl nicht denken.
Abgesehen von der Inkompetenz und Beratungsresitenz meiner Busfahrer, war die Tour aber dennoch sehr schön!! 🙂 Meine Gäste waren alle sehr lieb, es war eine bunter Haufen voller unterschiedlicher Charaktere. Ich habe mich mit allen gut verstanden und wir haben viel zusammen gelacht.Trotzdem hoffe ich sehr, dass ich bei meiner zweiten Tour Ende August mehr Glück mit meinen Fahrern habe und vor allem kompetente Fahrer erwische, die erstens wissen was sie tun und zweitens auch Lust darauf haben 🙂

Mädelsabend mit Lamia
Südschweden, auf dem Weg nach Stockholm
Siljaline Stockholm – Turku
Conny, Mila, Manu – glücklich vereint und völlig entspannt
Helsinki bei 28 Grad
22.30 Uhr in Finnland, der Blick von der Terrasse
auf finnischer Seite
Porsangenfjord, auf dem Weg zum Nordkap
leicht nebelig 🙂
die Weltkugel musste man im Nebel suchen *g*
aber die Aussicht entschädigt für alles 🙂
23.30 Uhr auf dem Weg nach Tromsø
Lofoten
Bye bye / Ha det bra Lofoten
Südschweden, immer Richtung Süden/nach Hause
Gäste verabschiedet und die letzten Minuten in Freiheit auf der Fähre genießen