Category Diabetes

Ich liebe meine Laufstrecke

Im Mai diesen Jahres habe ich wieder mit dem joggen angefangen. Anfangs war ich etwas unsicher wie der liebe BZ reagieren würde, da der gerne schonmal macht was er will und nicht was er soll. Er beträgt sich beim Sport zu meiner großen Überraschung sehr gut (wenn er das doch im Alltag auch mal machen würde…)  und so ist es kein Problem, mehr oder weniger regelmäßig eine Runde zu laufen. Nun habe ich mir bis Weihnachten etwas vorgenommen, was hier aber noch nicht verraten wird und so stell ich mir schön brav den Wecker für morgens, spring aus dem Bett in die Laufklamotten und dann gehts ab in Park. Das macht nicht immer Spaß, zumindest nicht der Schritt vom Bett in die Klamotten, aber wenn man dann erst einmal im Park ist und hat dann auch noch einen traumhaften Herbsttag (heißt für mich schön kalt, es waren glaub ich 5°C, blauer Himmel und Sonne) erwischt, läuft es sich von ganz alleine. Da ich die Läufe dank einer feinen App festhalte, ist natürlich auch immer eine Kamera mit dabei und ich erwische mich hin und wieder, dass ich stehen bleiben und schnell ein Foto mache bevor es weiter geht 🙂

"Kösters Köstlichkeiten" oder auch ein kulinarisches Wochenende in Hamburg – Teil I

Ende Juli war es soweit. Das Treffen mit Ilka und Finn stand endlich vor der Tür. Mal so wirklich kennen lernen, nicht nur übers Internet quatschen. Außerdem wurde es auch Zeit, dass Ilka und ich unseren gemeinsamen Plan von Kirschkuchen und Sekt, der über eine lustige Twitteraktion zustande kam, in die Tat umzusetzen. Saß ich eines Abends Sekt trinkend im Theater, hatte Ilka fein gebacken 🙂 Da ich Kirschkuchen ziemlich toll finde und Ilka damals gerne einen Sekt wollte, war klar: ein Treffen im Sommer musste her, in Köln oder Hamburg mit Kirschkuchen und Sekt! Hamburg ist es dann geworden, da es für mich von dort aus direkt weiter Richtung Nordkap ging.

Ilka war als ich in HH ankam noch beschäftigt, daher kam Finn mich alleine am Bahnhof abholen. Wir haben uns gesehen, umarmt und direkt angefangen zu quatschen. Als würde man sich schon ewig kennen. Kein verlegenes Schweigen, fand ich super. Weiß man es vorher? Nein. Und was durfte ich mir hier von einer Freundin anhören: Mila, du kannst doch nicht ein Wochenende zu Fremden fahren. Du kennst die doch gar nicht. Und dann auch noch zu denen nach Hause. Weißt du was da alles passieren kann?

Im „fremden“ Haus angekommen, war Ilka das Geburtstagskind, noch im Bad, aber sie hatte den Tisch fuer unser Vorhaben schon sehr liebevoll gedeckt und ich war schwer begeistert 🙂 Als sie dann kam, fiel die Begrüßung ebenfalls sehr herzlich aus und ich war mir relativ schnell sicher, dass das eine gute Zeit in Hamburg werden wird. Und dann war es soweit, Zeit für Kuchen und Sekt:

Der Kuchen war sooo lecker. Man man man. Aber: frische Kirschen lassen meinen BZ doch mehr ansteigen als ich dachte – ganz zur Freude von Ilka 😉 Schattenmorellen haben ja so gut wie gar keinen Einfluss, aber der Kuchen hatte es in sich. Wieder was dazu gelernt, hehe.
Nachdem wir erst einmal satt waren, sind wir ins Auto und in die Stadt gefahren. Da schönes Wetter war, sind wir spazieren gegangen und haben viel gequatscht und gelacht. Während wir Richtung Hafen geschlender sind, merkte Finn, dass sein BZ ein wenig runter ging, also musste was zu essen her. Ein Eis war daher perfekt. Und es gab da auch noch so fantastisches Lakritzeis. Ilka und ich haben natürlich auch ein Eis gegessen, wenn auch unser BZ es nicht wirklich verlangt hat, hihi. Aber lecker wars.

ohne Bolus *hihi*

Nach der kleinen Stärkung ging es weiter Richtung Hafen. Als wir über eine Brücke gingen entdecke Ilka ein Schild und meinte direkt Mila ich muss da jetzt ein Foto von machen, stell dich mal da hin. 

Nachdem wir nun einige Zeit unterwegs waren, stellte sich die Frage: was gibt es denn zum Abendessen? Essen gehen – soweit war der Plan klar. Also ab in die Schanze. Dort haben wir es uns bei einem Italiener gemütlich gemacht und mir wurde klar, wie schön es doch ist,wenn man mit Diabetikern unterwegs ist und sich weder für sein Essen noch sein Getränk rechtfertigen muss. Es lässt zwar mittlerweile nach, weil ich sonst echt biestig werden kann, aber hin und wieder bekomm ich immer noch zu hören darfst du das essen? Wie unkompliziert war es dann doch in Hamburg, sich eine Pizza und einen Wein zu bestellen, hihi. Nach dem Essen sind wir dann weiter gezogen und haben in einer gemütlichen Bar, die auf Omas Wohnzimmer getrimmt war, noch ein Glas Wein getrunken. Naja, vielleicht waren es auch zwei.

Es war ein sehr schöner und lustiger erster Tag in Hamburg und ich habe später in dem „fremden“ Bett geschlafen wie ein Stein

Stockholm – letzter Teil :)

Dienstag war Annes letzter Tag in Stockholm. Aus diesem Grund wollte sie nochmal nach Uppsala, um sich dort von ihrer Betreuerin zu verabschieden. Ole und ich sind natürlich mitgefahren und während Anne in der Uni unterwegs war, hat Ole mir die Stadt gezeigt und ein bisschen über die Stadt erzählt. Uppsala ist ein süßes Städchen, ich mochte das sehr.

*Schnee*

der botanische Garten
Das Schloss
Blick auf die Uni
Der Dom
hinterm Schloss

Nachdem Anne fertig war, haben wir uns wieder getroffen und sind noch gemeinsam durch die Stadt geschlendert. Da Uppsala nicht sooo groß ist, ging das jedoch recht zügig 🙂 Danach ging es wieder zum Bahnhof und nach Tensta. Der letzte Abend in der WG stand bevor und Anne hatte angekündigt einen Apfelstrudel für alle zu backen. Gesagt getan, nachdem wir wieder in Tensta waren wurde gebacken und kaum war der Apfelstrudel fertig trudelten auch schon die ersten Mitbwohner ein um um mit uns den Strudel zu vernichten, hehe. Der war aber auch zu lecker. Nachdem wir noch alle beisammen gesessen und gequatscht haben, wurden die Koffer zu Ende gepackt und dann auch geschlafen, da wir am nächsten Tag zeitig raus wollten um ohne Stress zum Flughafen zu kommen.
Das hat am nächsten Morgen auch hervorragend geklappt. Anne hat ihre letzten 6 Monate im Koffer verstaut bekommen und dann haben wir uns nach dem Frühstück aufgemacht.

nochmal Traumwetter zum Abschied

Die Woche in Stockholm war so schön und tat so gut und wir werden wieder hinfligen  🙂
Anne und Ole sind nun nach der Woche auch sowas von fit was den Diabetes angeht, denen kann keiner mehr was vormachen. Und ich habe mal wieder gelernt, dass meine liebe Bauchspeicheldrüse doch noch einen ganz guten Job macht. Tagsüber habe ich nämlich gar nicht gespritzt. Auch nicht für diverse Kuchen die wir vertilgt haben. Es gab immer nur zum Abendbrot Insulin und dann natürlich zur Nacht. Und obwohl ich tagsüber keinen Bolus gespritzt habe, sind meine Werte regelmäßig zwischen 65 und 80 mg/dl rumgedümpelt.. aber sich darüber auszulassen ist wiederum eine andere Geschichte 🙂

Hej då Stockholm!

Schreiend im Kreis rennen!!!

die Beste!

Genau danach war mir heute. Und los ging es schon heute nacht bzw. gestern abend. Eigentlich wollte ich recht zeitig schlafen gehen, da ich mir für heute so einiges vorgenommen hatte. Um 23 Uhr hatte ich allerdings dank ein paar Gummibärchen und Schoki (jaja, es überkam mich beim TV gucken *g*) einen BZ von 214 mg/dl. Also noch nicht schlafen gehen. Da ich aber um 23 Uhr auch mein Basal spritze, habe ich die 214 mg/dl nicht runter korrigiert, mir ne Flasche Wasser geholt und noch was TV geguckt. Gut wars. Um 1 Uhr hatte ich dann einen Wert von 128 mg/dl. Perfekt um schlafen zu gehen, dachte ich mir. Gesagt getan. Gegen kurz nach 3 meinte allerdings der kleine Vierbeiner seine fünf Minuten zu bekommen. Ich war leicht genervt und dachte mir: na toll, kann die Süße nicht mal einfach nur auf dem Bett liegen und schlafen? Ich habe mir nichts bei gedacht und sie nicht weiter beachtet. Kurze Zeit später setzte sie sich neben das Kopfkissen und fing an, mir sehr rabiat mit dem Pfötchen ins Gesicht bzw. auf die Wange zu hauen. DAS fand ich ja extrem nervig, da ich dann doch halb wach wurde. Aber irgendwie fühlte sich das wach sein dann sehr komisch an, wie in Watte gepackt und keine Ahnung wo oben und wo unten ist. Gut, misste mal deinen Blutzucker dachte ich mir

senkrecht im bett sitzen

Das Ergebnis sprach für sich, erklärte warum ich mich so komisch fühlte und warum Sunny so einen Aufstand gemacht hat. Guuute Katze ♥ Zum Glück habe ich neben dem Kopfkissen immer Traubenzucker liegen, der dann sehr schnell vernichtet wurde. Und Schoki und Cola aus dem Kühlschrank mussten dann auch dran glauben. Nach ca. 30 Minuten war der BZ dann bei 87 angekommen und ich beschloss weiter zu schlafen, damit ich nicht völlig gerädert wach werde. Leider war der Tag dann aber doch ziemlich im Eimer und ich müde. Von dem was ich tun wollte, habe ich nicht wirklich viel gemacht, was im Nachhinein aber auch nicht weiter tragisch ist, da der Blutzucker eh den ganzen Tag im Keller war. Höchstwert heute waren 118 mg/dl. 

wirkung verfehlt

Aus dem Grund habe ich mir nachmittags dann einen Mandel-Latte-Macchiato gegönnt als ich mit einer Freundin Kaffee trinken war. Ich dachte mir das sei klug, da ich danach noch schnell einkaufen wollte und der BZ so ein wenig ansteigt, was fürs schlendern durch den Supermarkt nur praktisch sein konnte. Auf dem Weg vom Supermarkt nach Hause merkte ich jedoch, wie die Knie weich wurden und ich leicht nervös. Zu Hause angekommen waren wir dann nur noch bei 69 mg/dl ….. *grummel* Da hat der Latte Macchiato mit seinem süßen Mandelsirup ja super Arbeit geleistet. 
Wie die Überschrift schon sagt, manchmal kann man wirklich nur schreiend im Kreis rennen, weil man seinen Körper einfach nicht versteht.


Wieverfastelovend virtuell :-)

Es musste ja so kommen, dass ich kurz vor Karneval anfange ein bisschen zu schwächeln und das der liebe Blutzucker ständig meint in den Keller rauschen zu müssen :-/ Weiberfastnacht morgens in die Stadt fahren fiel dieses Jahr also aus, da ich mir gesagt habe: schonen. Normalerweise würde ich mir ja denken „ach, is doch ejal, biste eben nach Karneval ne Woche krank“. Dieses Jahr steige ich jedoch an Aschermittwoch in den Flieger nach Stockholm, also kann ich mir es nicht erlauben krank zu werden. Möchte meinen Urlaub ja genießen :-))
Und es war gut, dass ich nicht in die Stadt bin. Mittags wollte ich nur schnell zum Bäcker radeln und n Berliner kaufen. Vorher hab ich noch n Joghurt gegessen, damit der BZ konstant bleibt, rauf aufs Rad und los. Der Bäcker ist nur 5 Minuten mit dem Rad entfernt; also schnell eingekauft und wieder zurück geradelt. Unterwegs merkte ich schon, irgendwas stimmt nicht: mir wurde heiß, die Knie wurden weich und ich fing an nervös auf der Unterlippe rumzukauen. Das sind normalerweise die typischen Anzeichen dafür, dass der Blutzucker gerade in den Keller wandert. Ich dachte mir aber: Du hast doch eben zu Hause noch gemessen und bist mit 159 mg/dl losgefahren. Da wird schon in den 20 Minuten nicht so viel passieren. Ich bin dann noch nach Hause gefahren und hab dann als ich wieder in der Wohnung war gemessen. Was ein Murks, da ist der BZ innerhalb von 20 Minuten um 100 gesunken!! :-/ In dem Moment war ich dann ja sehr froh nicht alkoholtrinkend und tanzend in der Stadt unterwegs zu sein. Auch wenns ein bisschen schwer fiel, das muss ich ja zugeben :-)) Immerhin konnte ich dann meinen Berliner essen, ohne Insulin spritzen zu müssen, war ja auch nett.

Nachdem ich Abendessen gegessen hatte, erreichte mich eine „leidende“ SMS aus Stockholm. Anne wohnt dort gerade, da sie für ihre Doktorarbeit recherchiert. Ihr Herz blutete sehr, da sie nicht in Köln war und Karneval feiern konnte. Also beschlossen wir zu skypen und gemeinsam auf Karneval anzustoßen und das ein oder andere Liedchen zu singen *g* Jaja, so sind se die Kölner! Gesagt getan: ich hab mir n Gläschen Sekt geholt, Anne ne Dose Kölsch, welches sie am WE noch am Flughafen in Köln gekauft hatte. Gut wars! Wir haben dann insgesamt 3 Stunden gesungen, gelacht, gequatscht, geschunkelt, gegenseitig fotografiert *hihi* was man an Karneval halt so macht. War ein sehr schöner und lustiger Abend!!