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Ein wunderschöner Tag am Meer – oder auch Dublin und die böse 3 Teil II

Nachdem wir nun also am Vortag zeitig ins Bett gegangen sind, waren wir fit fürs Meer. Ziel unseres Tagesausflugs war das kleine Fischerdörfchen Howth, das ca 15 km von Dublin entfernt liegt. Tina und ich wollten 2010 schon dorthin reisen, leider spielte das Wetter damals nicht mit. Diesmal hatten wir jedoch Glück. Zu Fuß haben wir uns also zur Haltestelle der DART-Bahn gemacht und erreichten nach kurzer Zeit den Bahnhof in Howth bei strahlend blauem Himmel und Sonnenschein (Hier fällt mir wieder der Lieblingsspruch meiner Rentnerlein ein: „Wenn Engel reisen!“). Die Sonnenbrillen wurden gezückt und dann ging es los Richtung Wasser. Ich liebe das Wasser. Das Meer, die Weite, den Wind, einfach alles. Wenn ich am Meer bin, bin ich glücklich. Und nicht nur ich, mein Blutzucker freut sich dann auch. Aber dazu später mehr. Vom Bahnhof erreicht man den Hafen sehr schnell, so dass wir bald unsere Nasen in den Wind halten konnten.

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Weil das Wetter so schön war, sind wir bis zu dem kleinen Leuchtturm spaziert und haben uns dort erst einmal in die Sonne gesetzt. Das war so wunderbar, das Wasser sehen und hören, die Möwen, Entspannung pur. Fand mein Blutzucker auch. Der verlangte nämlich dort schon nach den ersten Gummibärchen, die ich wohl wissend mitgenommen habe.

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Nach unserem Päuschen in der Sonne bekamen wir so langsam Hunger und dachten uns, wir schlendern einfach mal in den Ortskern und schauen ob wir dort eine Kleinigkeit zu essen finden. Kleinigkeit deshalb, weil wir abends noch bei unserm Lieblingsitaliener in Temple Bar verabredet waren, um dort fein zu essen und dann im Pub in meinen Geburtstag zu feiern 🙂 Auf der Hauptstraße entdeckten wir ein kleines Lokal, was von außen sehr schön aussah und beschlossen spontan reinzugehen. Für Tina gabs dann eine Fischsuppe, die zwar fantastisch aussah, aber jeder der mich kennt weiß, dass ich definitiv keinen Fisch mag *g* Ich hatte dafür ein Sandwich, das wirklich nicht nur super aussah, sondern auch unglaublich gut geschmeckt hat.

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Nach dem „kleinen“ und äußerst leckeren Snack, sind wir die Hauptstraße wieder zurück geschlendert, vorbei an vielen bunten Häuschen und haben einen kurzen Abstecher zu einem Aussichtspunkt gemacht. Der Blick, den man von dort aufs Meer, den Hafen und die gegenüberliegende Ruine der St Mary’s Abbey hatte, war einfach fantastisk.

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Nach unserem Besuch auf dem Aussichtspunkt und einem kurzen Blick auf die Uhr mussten wir Howth leider schon wieder verlassen und uns auf den Weg zurück nach Dublin machen, wir hatten ja noch was vor *g*  Ich habe mir aber geschworen, dass ich wieder komme, in dieses kleine süße Fischerdörfchen.

Auf  dem Weg zurück im Zug passierte dann noch etwas, auf das ich gerne hätte verzichten können und Tina vermutlich auch. Ich

IMG_6003erwähnte ja schon zu Beginn, dass ich Gummibärchen mitgenommen habe und am Leuchtturm schon die ersten verdrückt hatte. Für mein Sandwich hatte ich erst gar keinen Bolus gespritzt, da ich mir dachte: wir laufen eh noch die ganze Zeit rum, das würde kein gutes Ende nehmen. Im Zug gefiel mir ein Vorschlag von Tina so überhaupt nicht, aber anstatt ihr das vernünftig zu sagen, habe ich sie dermaßen angepampt, dass sie gar nicht wusste wie ihr geschah 🙁 Für den Rest der Zugfahrt herrschte absolute Funkstille, Ruhe. Keiner von uns beiden sagte auch nur einen Ton. SEHR ungewöhnlich für uns beide. Sie kannte meine Reaktion nicht bzw konnte sie nicht zuordnen Pappnase war genervt und ich kam natürlich nicht auf die Idee zu gucken was mein BZ wohl sagen würde. (Mama würde in so einer Situation liebevoll sagen “ Miss mal deinen BZ und iss n Keks!“ 😀 ). Um den Frieden wieder herzustellen, haben wir dann doch Tinas Plan in die Tat umgesetzt und als wir im Shoppingcenter ankamen, kam mir auch der Gedanke, mal den BZ zu messen: 50 mg/dl. Na herzlichen Glückwunsch. Damit wäre dann auch geklärt, warum ich im Zug so zickig war. Also schnell in die nächste Süßwarenabteilung und alles war wieder gut 🙂 Und Tina hat daraus gelernt, hehe. Wenn sie jetzt merkt, ich bin kurz angebunden oder ein wenig bockig, liegt es zu 95 % daran, dass der BZ wohl ein bisschen niedrig ist.

IMG_6006Zurück im Hotel war die Stimmung aber wieder gut und wir haben uns gut gelaunt auf den Weg zu unsere Lieblingsitaliener um die Ecke gemacht, wo wir uns mit einer Freundin von mir getroffen haben. Wir haben viel gequatscht und fein gespeist.Leider musste Silke am nächsten Morgen sehr früh raus, so dass sie nicht bis Mitternacht bei uns bleiben konnte 🙁 Naja, aber Tina und ich sind wieder in unser Hotel inklusive Pub unseres Vertrauens zurück, wo es an dem Abend auch noch Livemusik gab – und die Jungs auf der Bühne waren großartig!!

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Und dann: das Bier schmeckte gut, wir hatten viel Spaß, die Musik und Atmosphäre im Pub stimmten auch, war es auf einmal Mitternacht! Yay! Da war sie dann also die „böse“ 3 🙂 Tat aber gar nicht weh und ist auch heute nicht schlimm wenn ich so drüber nachdenke. Tina hat extra einen Kuchen aus Deutschland mitgenommen,wenn schon denn schon 🙂 Und der Nachbartisch wurde direkt  mit aufgefordert Happy Birthday zu singen.

IMG_6021Ich denke gern an den Tag zurück, besser hätte man nicht 30 werden können. Wer weiß, wo ich dieses Jahr an meinem Geburtstag bin und mit wem… 🙂

 

Ich liebe meine Laufstrecke

Im Mai diesen Jahres habe ich wieder mit dem joggen angefangen. Anfangs war ich etwas unsicher wie der liebe BZ reagieren würde, da der gerne schonmal macht was er will und nicht was er soll. Er beträgt sich beim Sport zu meiner großen Überraschung sehr gut (wenn er das doch im Alltag auch mal machen würde…)  und so ist es kein Problem, mehr oder weniger regelmäßig eine Runde zu laufen. Nun habe ich mir bis Weihnachten etwas vorgenommen, was hier aber noch nicht verraten wird und so stell ich mir schön brav den Wecker für morgens, spring aus dem Bett in die Laufklamotten und dann gehts ab in Park. Das macht nicht immer Spaß, zumindest nicht der Schritt vom Bett in die Klamotten, aber wenn man dann erst einmal im Park ist und hat dann auch noch einen traumhaften Herbsttag (heißt für mich schön kalt, es waren glaub ich 5°C, blauer Himmel und Sonne) erwischt, läuft es sich von ganz alleine. Da ich die Läufe dank einer feinen App festhalte, ist natürlich auch immer eine Kamera mit dabei und ich erwische mich hin und wieder, dass ich stehen bleiben und schnell ein Foto mache bevor es weiter geht 🙂

"Kösters Köstlichkeiten" oder auch ein kulinarisches Wochenende in Hamburg – Teil I

Ende Juli war es soweit. Das Treffen mit Ilka und Finn stand endlich vor der Tür. Mal so wirklich kennen lernen, nicht nur übers Internet quatschen. Außerdem wurde es auch Zeit, dass Ilka und ich unseren gemeinsamen Plan von Kirschkuchen und Sekt, der über eine lustige Twitteraktion zustande kam, in die Tat umzusetzen. Saß ich eines Abends Sekt trinkend im Theater, hatte Ilka fein gebacken 🙂 Da ich Kirschkuchen ziemlich toll finde und Ilka damals gerne einen Sekt wollte, war klar: ein Treffen im Sommer musste her, in Köln oder Hamburg mit Kirschkuchen und Sekt! Hamburg ist es dann geworden, da es für mich von dort aus direkt weiter Richtung Nordkap ging.

Ilka war als ich in HH ankam noch beschäftigt, daher kam Finn mich alleine am Bahnhof abholen. Wir haben uns gesehen, umarmt und direkt angefangen zu quatschen. Als würde man sich schon ewig kennen. Kein verlegenes Schweigen, fand ich super. Weiß man es vorher? Nein. Und was durfte ich mir hier von einer Freundin anhören: Mila, du kannst doch nicht ein Wochenende zu Fremden fahren. Du kennst die doch gar nicht. Und dann auch noch zu denen nach Hause. Weißt du was da alles passieren kann?

Im „fremden“ Haus angekommen, war Ilka das Geburtstagskind, noch im Bad, aber sie hatte den Tisch fuer unser Vorhaben schon sehr liebevoll gedeckt und ich war schwer begeistert 🙂 Als sie dann kam, fiel die Begrüßung ebenfalls sehr herzlich aus und ich war mir relativ schnell sicher, dass das eine gute Zeit in Hamburg werden wird. Und dann war es soweit, Zeit für Kuchen und Sekt:

Der Kuchen war sooo lecker. Man man man. Aber: frische Kirschen lassen meinen BZ doch mehr ansteigen als ich dachte – ganz zur Freude von Ilka 😉 Schattenmorellen haben ja so gut wie gar keinen Einfluss, aber der Kuchen hatte es in sich. Wieder was dazu gelernt, hehe.
Nachdem wir erst einmal satt waren, sind wir ins Auto und in die Stadt gefahren. Da schönes Wetter war, sind wir spazieren gegangen und haben viel gequatscht und gelacht. Während wir Richtung Hafen geschlender sind, merkte Finn, dass sein BZ ein wenig runter ging, also musste was zu essen her. Ein Eis war daher perfekt. Und es gab da auch noch so fantastisches Lakritzeis. Ilka und ich haben natürlich auch ein Eis gegessen, wenn auch unser BZ es nicht wirklich verlangt hat, hihi. Aber lecker wars.

ohne Bolus *hihi*

Nach der kleinen Stärkung ging es weiter Richtung Hafen. Als wir über eine Brücke gingen entdecke Ilka ein Schild und meinte direkt Mila ich muss da jetzt ein Foto von machen, stell dich mal da hin. 

Nachdem wir nun einige Zeit unterwegs waren, stellte sich die Frage: was gibt es denn zum Abendessen? Essen gehen – soweit war der Plan klar. Also ab in die Schanze. Dort haben wir es uns bei einem Italiener gemütlich gemacht und mir wurde klar, wie schön es doch ist,wenn man mit Diabetikern unterwegs ist und sich weder für sein Essen noch sein Getränk rechtfertigen muss. Es lässt zwar mittlerweile nach, weil ich sonst echt biestig werden kann, aber hin und wieder bekomm ich immer noch zu hören darfst du das essen? Wie unkompliziert war es dann doch in Hamburg, sich eine Pizza und einen Wein zu bestellen, hihi. Nach dem Essen sind wir dann weiter gezogen und haben in einer gemütlichen Bar, die auf Omas Wohnzimmer getrimmt war, noch ein Glas Wein getrunken. Naja, vielleicht waren es auch zwei.

Es war ein sehr schöner und lustiger erster Tag in Hamburg und ich habe später in dem „fremden“ Bett geschlafen wie ein Stein

Stockholm – letzter Teil :)

Dienstag war Annes letzter Tag in Stockholm. Aus diesem Grund wollte sie nochmal nach Uppsala, um sich dort von ihrer Betreuerin zu verabschieden. Ole und ich sind natürlich mitgefahren und während Anne in der Uni unterwegs war, hat Ole mir die Stadt gezeigt und ein bisschen über die Stadt erzählt. Uppsala ist ein süßes Städchen, ich mochte das sehr.

*Schnee*

der botanische Garten
Das Schloss
Blick auf die Uni
Der Dom
hinterm Schloss

Nachdem Anne fertig war, haben wir uns wieder getroffen und sind noch gemeinsam durch die Stadt geschlendert. Da Uppsala nicht sooo groß ist, ging das jedoch recht zügig 🙂 Danach ging es wieder zum Bahnhof und nach Tensta. Der letzte Abend in der WG stand bevor und Anne hatte angekündigt einen Apfelstrudel für alle zu backen. Gesagt getan, nachdem wir wieder in Tensta waren wurde gebacken und kaum war der Apfelstrudel fertig trudelten auch schon die ersten Mitbwohner ein um um mit uns den Strudel zu vernichten, hehe. Der war aber auch zu lecker. Nachdem wir noch alle beisammen gesessen und gequatscht haben, wurden die Koffer zu Ende gepackt und dann auch geschlafen, da wir am nächsten Tag zeitig raus wollten um ohne Stress zum Flughafen zu kommen.
Das hat am nächsten Morgen auch hervorragend geklappt. Anne hat ihre letzten 6 Monate im Koffer verstaut bekommen und dann haben wir uns nach dem Frühstück aufgemacht.

nochmal Traumwetter zum Abschied

Die Woche in Stockholm war so schön und tat so gut und wir werden wieder hinfligen  🙂
Anne und Ole sind nun nach der Woche auch sowas von fit was den Diabetes angeht, denen kann keiner mehr was vormachen. Und ich habe mal wieder gelernt, dass meine liebe Bauchspeicheldrüse doch noch einen ganz guten Job macht. Tagsüber habe ich nämlich gar nicht gespritzt. Auch nicht für diverse Kuchen die wir vertilgt haben. Es gab immer nur zum Abendbrot Insulin und dann natürlich zur Nacht. Und obwohl ich tagsüber keinen Bolus gespritzt habe, sind meine Werte regelmäßig zwischen 65 und 80 mg/dl rumgedümpelt.. aber sich darüber auszulassen ist wiederum eine andere Geschichte 🙂

Hej då Stockholm!

Schreiend im Kreis rennen!!!

die Beste!

Genau danach war mir heute. Und los ging es schon heute nacht bzw. gestern abend. Eigentlich wollte ich recht zeitig schlafen gehen, da ich mir für heute so einiges vorgenommen hatte. Um 23 Uhr hatte ich allerdings dank ein paar Gummibärchen und Schoki (jaja, es überkam mich beim TV gucken *g*) einen BZ von 214 mg/dl. Also noch nicht schlafen gehen. Da ich aber um 23 Uhr auch mein Basal spritze, habe ich die 214 mg/dl nicht runter korrigiert, mir ne Flasche Wasser geholt und noch was TV geguckt. Gut wars. Um 1 Uhr hatte ich dann einen Wert von 128 mg/dl. Perfekt um schlafen zu gehen, dachte ich mir. Gesagt getan. Gegen kurz nach 3 meinte allerdings der kleine Vierbeiner seine fünf Minuten zu bekommen. Ich war leicht genervt und dachte mir: na toll, kann die Süße nicht mal einfach nur auf dem Bett liegen und schlafen? Ich habe mir nichts bei gedacht und sie nicht weiter beachtet. Kurze Zeit später setzte sie sich neben das Kopfkissen und fing an, mir sehr rabiat mit dem Pfötchen ins Gesicht bzw. auf die Wange zu hauen. DAS fand ich ja extrem nervig, da ich dann doch halb wach wurde. Aber irgendwie fühlte sich das wach sein dann sehr komisch an, wie in Watte gepackt und keine Ahnung wo oben und wo unten ist. Gut, misste mal deinen Blutzucker dachte ich mir

senkrecht im bett sitzen

Das Ergebnis sprach für sich, erklärte warum ich mich so komisch fühlte und warum Sunny so einen Aufstand gemacht hat. Guuute Katze ♥ Zum Glück habe ich neben dem Kopfkissen immer Traubenzucker liegen, der dann sehr schnell vernichtet wurde. Und Schoki und Cola aus dem Kühlschrank mussten dann auch dran glauben. Nach ca. 30 Minuten war der BZ dann bei 87 angekommen und ich beschloss weiter zu schlafen, damit ich nicht völlig gerädert wach werde. Leider war der Tag dann aber doch ziemlich im Eimer und ich müde. Von dem was ich tun wollte, habe ich nicht wirklich viel gemacht, was im Nachhinein aber auch nicht weiter tragisch ist, da der Blutzucker eh den ganzen Tag im Keller war. Höchstwert heute waren 118 mg/dl. 

wirkung verfehlt

Aus dem Grund habe ich mir nachmittags dann einen Mandel-Latte-Macchiato gegönnt als ich mit einer Freundin Kaffee trinken war. Ich dachte mir das sei klug, da ich danach noch schnell einkaufen wollte und der BZ so ein wenig ansteigt, was fürs schlendern durch den Supermarkt nur praktisch sein konnte. Auf dem Weg vom Supermarkt nach Hause merkte ich jedoch, wie die Knie weich wurden und ich leicht nervös. Zu Hause angekommen waren wir dann nur noch bei 69 mg/dl ….. *grummel* Da hat der Latte Macchiato mit seinem süßen Mandelsirup ja super Arbeit geleistet. 
Wie die Überschrift schon sagt, manchmal kann man wirklich nur schreiend im Kreis rennen, weil man seinen Körper einfach nicht versteht.