Category Diabetes

Schicksal, Zufall, Glück?? – Danke Steff

Ich glaube alle drei Begriffe treffen zu!!
Als „junge“ Diabetikerin hofft man immer auf Gleichgesinnte zu treffen, einfach um sich auszutauschen und vielleicht auch mal was Nettes zu hören, was Motivierendes oder einfach mal Trost 🙂 Ich selbst bin ja nun seit 2 Jahren Diabetikerin und fand es immer ziemlich doof, dass ich niemanden in meinem Alter und Typ 1er kenne. Gut, es gibt Christina aus der Schule und sie war mir gerade in den ersten Wochen eine riesen Hilfe!! Außedem is sie auch beim gleichen Doc wie ich. Das ist schonmal sehr gut. Aber ich konnte sie ja nicht mit all meinen Fragen löchern, dann hätte sie mir vermutlich irgendwann die Freundschaft gekündigt 😀 Den Doc fragen war an sich eine gute Idee, aber der gute Mann is über 50 und hat an MANCHEN Stellen vielleicht eine andere Vorstellung vom Leben als ich – habe ich ihn mit meinen Temprament und meiner Lebensweise immer wieder aufs Neue verblüfft. Ich habe eben meinen Diabetes von Anfang an akzeptiert, er ist ein Teil von mir, aber bestimmt NICHT mein Leben. Das wäre ja noch schöner… Auf jeden Fall habe ich dann über das Studi und auch über FB weitere Menschen mit Typ 1 kennen gelernt, die mir innerhalb kürzester Zeit ans Herz gewachsen sind! Am wichtigesten  ist da natürlich die liebe Steff, die immer wenn ich mal schlechte Laune hatte als ich einen Blogeintrag verfasst habe, die richtien Worte fand um mich wieder aufzumuntern. Schnell entwickelte sich aus der Gemeinsamkeit Typ1 auch eine „Freundschaft“ in der man begann über andere Dinge zu schreiben, über das Leben, über Privates… Das Vertrauen wuchs und jetzt möchte ich sie auch nicht mehr missen. Spätestens seit heute, als wir das erste mal telefoniert haben 🙂 Zack waren 1 1/2 Stunden um… und das Telefonat war sooo lustig!! Du bist echt ein Schatz Steff 😉 Und ich freu mich, wenn ich Dich hier in Köln willkommen heißen kann und Dich natürlich vom Bahnhof abhole 😉
Auch erwähnen möchte ich heute die liebe Ilka, da ich deren Blog auch regelmäßig verfolge und sie mir auch schon hilfreiche Tipps geben konnte. Außerdem haben wir viel über FB gequatscht und wer weiß, vll tirnken wir mal in HH zusammen ein Bierchen?! :-)) Spätestens wenn ich im schönen Norden bin, wo Besuch immer gerne willkommen ist!!

Frust!

Also Diabetikerin sein an sich ist ja nun nicht sooo schlimm. Gut, schön isset nicht, aber es gibt durchaus schlimmeres. Ich würde auch behaupten, ich habe meinen Diabetes mittlerweile gut im Griff, kenne mich aus, weiß bescheid und kann auch besser auf verschiedene Werte reagieren als vor nem Jahr. Was mich jedoch in den Wahsinn treibt, sind diese kleinen Dinge, die der Diabetes mit mir bzw. meinem Körper macht. DAS ist nicht lustig und schlägt selbst mir aufs Gemüt, hatte ich Anfang der Woche ja schonmal kurz angedeutet. So habe ich nun also seit 2 Jahren mit niedrigem Blutdruck zu kämpfen und ich bin total wetterfühlig geworden, jaaaa ich. Letzteres versteh ich absolut nicht. Früher war es mir egal ob wie gestern 30 Grad hatten und heute nur 15. Es war mir egal, ob ein Gewitter aufzieht und die Luft unerträglich drückend und schwül wird. Es war einfach egal und spielte absolut keine Rolle. HEUTE reichen schon die kleinsten Wetterschwankungen und mein Kreislauf ist zack im Keller. Ich hab das Gefühl als wären meine Beine nur noch Pudding, ich fühle mich in Watte gepackt und kämpfe gegen das Gefühl an nicht umzufallen. Das nervt!! Messe ich meinen Blutdruck, dann steht da 90 zu 60, ganz großartig. Die letzte Woche war sehr nervig und anstrengend, ich hatte immer das Gefühl, als sei mein Kreislauf einfach nicht mit aufgestanden. Allerdings waren meine BZ-Werte echt gut: alle zwischen 90 und 135 mg/dl. Da läßt sich doch wirkich nicht meckern. Und da ist es wieder das Phänomen: ich versteh es nicht bzw. es regt mich auf, dass wenn denn dann die Werte absolut in Ordnung sind, dass dann wieder irgendwas anderes ist, was einen einschränkt. Vor allem kann man nichts dagegen tun. Zumindest habe ich keine Idee was. Gut, wenn der Kreislauf im Keller ist bewegen (auch wenns schwer fällt) und viel trinken, aber wirklich helfen tut das auch nicht und wenn dann nur kurz. Ende Juni muss ich wieder zur Blutabnahme zum DiaDoc, aber vielleicht werde ich nächste Woche doch mal den Hausarzt aufsuchen und den befragen. Das kann ja so nicht weiter gehen. Bin ja für nichts zu gebrauchen und habe schlechte Laune. So kenn ich mich gar nicht :)) MENNO!!

Nordkap ich kommeeeeeee :-)

 Heute kam die offizielle Mail zu dem, was ich sowieso schon wusste, hehe. Meine beiden Wunschtermine für die Fahrten zum Nordkap wurden bestätigt. Also werde ich am 23.07. das erste mal gen Norden aufbrechen und ein Bus voller bunt gemischter Rentner sicher zum Nordkap geleiten und auch wieder zurück. Ich bin schon total gespannt, wie meine Gruppe wohl sein wird, wieder so nett wie letztes Jahr, oder habe ich diesmal Pech und dafür Glück mit den Busfahrern? Perfekt wäre natürlich, wenn beide super sind. Aber man kann ja nicht alles haben 🙂 Oder vielleicht doch? Hmm, mal abwarten und gespannt sein. Ich würde am liebsten jetzt schon losfahren. Die erste Tour werde ich vor allem mit einem kurzen Stopp vor und nachher in Hamburg verbinden. Eine liebe Freundin, mit der ich bin Bonn angefangen habe zu studieren, lebt momentan da und hat mich schon eingladen. Mal schaun wie ich es lösen werden, muss ja auch dran denken, dass die kleine Sunnymaus irgendwann auch wieder nach Hause möchte und Mama und Papa den Wirbelwind auch wieder gerne abgeben :-)) Sind sie doch so ein Temprament von deren alten (Beamten-)Katzen nicht gewöhnt!! 🙂 Außerdem werd ich meinen Vierbeiner auch ganz schön vermissen.

Die zweite Tour geht dann Ende August los und die wird totaaal super, denn ich fahr mit 2 Freunden zusammen!!! Zum einen fährt die liebe Jenny mit, der ich zusammen studiere und sie auch als Freundin nicht mehr missen möchte und zum anderen fährt der Sebastian mit, mit dem ich auch letztes Jahr schon zusammen gefahren bin. Das wird so eine lustige Zeit, bin schon ganz hibbelig. Mal schaun ob unsere lieben Rentnerlein Sebastian und mir wieder ein Fisternöllchen unterstellen wie letztes Jahr, da hatten die ja diebischen Spaß dran 🙂

Anne, Sebastian, Joachim (letztes Jahr auf der Viking Line)

Sebastian, Mila, Joachim (auf den Hurtigruten)

 Die Bestätigungsmail heute kam genau zum richtigen Zeitpunkt. Hatte die letzten Tage irgendwie total schlechte Laune und fand alles ganz furchtbar. Mag vielleicht auch daran liegen, dass ich Sonntag und gestern den ganzen Tag mit Schüttelfrost im Bett gelegen habe und einfach nichts ging. So wirklich fit bin ich ja die ganze letzte Zeit nicht, zumindest dann nicht wenn das liebe Wetter so schwankt. Also bevor ich meinen Doc kennengelernt habe, hatte ich diese Probleme nicht!!

So, nun ist er also 2 mein süßer Begleiter

Heute vor zwei Jahren, am 4.06.2009 wurde mein Diabetes manifestiert. Ich kann mich noch sehr gut an den Abend erinnern. Um 18.30 Uhr hatte ich den Termin beim Diabetologen. Durch ein großes Blutbild kam im Mai 2009 raus, dass mein Langzeitzucker zu hoch war, nämlich 11,4 %. Man man man… Aber ich hatte keine Annzeichen für einen Diabetes. Also bin ich abends zum Doc und der piekste mir als erstes in den Finger: 297 mg/dl. Dann guckte er mich an und sagte: „Ja, es tut mir leid, aber das ist auf jeden Fall ein Diabetes“. Hmm, er saß vor mir und wartete auf eine Reaktion von mir und hatte vermutet, dass ich anfage zu weinen oder irgendwas dergleichen, wie es wohl 90% seiner Patienten vor mir getan haben. Es passierte aber meinerseits nicht wirklich viel 🙂 Meine Antwort war recht nüchtern: „Ok, und was machen wir jetzt?“ Etwas irritiert meinte er dann „Ähm, das wäre jetzt der Moment wo Sie anfangen zu weinen oder zu fluchen“, wodrauf ich nur antwortete „und dann gehts wieder weg, ja?? Dann mach ich das jetzt…“. Er fing an zu lachen und meinte ich sei ein Sonnenschein und eine rheinische Frohnatur. Hat er ja nicht ganz Unrecht mit 🙂 Nach der Scherzerei folgte dann ein Monolog von ihm, der einfach nicht enden wollte. Er meinte es gut, als er mir die ganze Geschichte des Diabetes erzählt hat, aber das interessierte mich in dem Moment gar nicht. Irgendwann habe ich ihn dann auch charmant unterbrochen, nachdem er über ne Stunde mit Dingen um sich geworfen hatte, von denen ich noch nie was gehört hatte :-))  Ich meinte das sei ja alles gut und schön, aber mich würde nun mehr interessieren, wie es im hier und jetzt nun weiter geht. Da musste er lachen und brach seinen Monolg ab, welche Freude!! Ja, ich muss heute noch lachen, wenn ich dran zurück denke….
Und jetzt? Ja, jetzt sind zwei Jahre um seit dem Gespräch. Zwei Jahre in denen ich zwischendurch immer mal wieder geflucht habe und mich geärgert habe wenn die Werte nicht so wollten wie ich. Trotzdem habe ich nicht das Gefühl, dass es schon zwei Jahre sind, die Zeit rast. Viele gelernt habe ich in der Zeit, über mich, über meinen Körper und auch über die Krankheit. Und ich habe liebe Menschen kennen gelernt (ein Zwinkern nach Hannover) die mir Tipps gegeben und auch motiviert haben, wenn ich meine Werte ganz schrecklich fand 🙂
Da mein süßer Begleiter heute nun also 2 geworden ist, habe ich mir gedacht ich gönn uns mal was. Ich war es nämlich leid, immer zwei seperate Täschchen mitzuschleppen, eins für das Messgerät und Zubehör und eins für die Pens. Als ich heute unterwegs war, habe ich ein feines Kosmetiktäschchen gefunden, wo alles reinpasst und es sieht auch noch chic aus!! Habe jetzt alles fein umgepackt, das nächste Jahr kann also kommen!!