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Feine Werte, eigentlich ein Grund zur Freude

Aber auch nur eigentlich. Gestern war seit langem mal wieder ein richtig guuter Tag was meine Blutzuckerwerte anging. Kein einziger Wert über 130 mg/dl. Da kam wirklich Freude auf. Heute morgen hatte ich einen Wert von 125 mg/dl, auch ganz fein, allerdings bleibt der da gerade konstant und hinder mich daran mit meiner besten Freundin joggen zu gehen. Bin extra früher aufgestanden um noch etwas zu essen und den Wert nach oben zu bekommen, aber NIX tut sich. Das kann doch echt nicht sein. Da ess ich schon ein helles Brot mit Nusspli und nichts passiert, das ist doch nicht fair. Schließlich gab es in der Verganheit diese Kombination schonmal und da ist mein Blutzucker sehr schnell in die Höhe geschossen.So ein Murks!

So ein Murks

Also ich weiß ja nicht woran es lieg, ist es das Wetter, ist es die Uni, ist es irgendwas anderes wovon ich nichts weiß… meine Werte spinnen gerade ein wenig rum. Überwiegend sind sie gut, zum größten Teil zwischen 100 mg/dl und 145 mg/dl. Dann gibt es aber so Tage wie heute und auch dienstag, da versteht man mal wieder die Welt nicht mehr *grummel* Bin zeitig aufgestanden, da ich vor der Uni noch in Ruhe frühstücken wollte. Nüchternwerte waren auch gut, alles im grünen Bereich. Dann frühstücke ich ein (!) Brötchen und ein Ei und ne Stunde später fühl ich mich total schwummrig und hab Mühe mich zu konzentrieren. Merkwürdig!! Wenn ich dann meinen Blutzucker messe erschreck ich mich, denn dienstag war er auf 267 mg/dl und heute auf 248 mg/dl. Total gruselig. Und das von einem Brötchen?? Es war jetzt nicht überwiegend groß, es war einfach ein ganz normales Kürbiskernbrötchen. Dienstag war das Seminar in dem ich saß auf jeden Fall gelaufen und die Zeit und der Inhalt zogen an mir vorbei. Als ich dann von der Uni nach Hause bin und zu Hause ankam, fühlte ich mich schon wieder sehr komisch und als ich dann meinen BZ gemessen habe,101 mg/dl, war ich doch sehr irritiert. Innerhalb einer Stunde so stark abgefallen, das muss man nicht verstehen. Heute genau das gleiche Spiel, 248 mg/dl ne Stunde nach dem Frühstück, zur Uni bin ich dann erst gar nicht hin, weil ich total wackelig auf den Beinen war und dann ne Stunde später 116 mg/dl. Da ist doch irgendwo ein Fehler im System! Ich weiß nur noch nicht wo *grummel* auf jeden Fall bin ich gerade extrem genervt. Vielleicht sollte ich einfach keine Kürbiskernbrötchen mehr essen, dabei sind die so lecker… mal schaun was mich heute noch so erwartet. Heute Abend bin ich bei Freunden auf ner Geburtstagsparty eingeladen, da möchte ich auch hin und Spaß haben, ich hoffe mal das klappt!!

Nachtrag: eigentlich wollte ich jetzt (20.07 Uhr) schon auf dem Weg zu Anne und Ole sein, die heute ihren Geburtstag feiern. Leider sitze ich immer noch auf dem Sofa  weil mein BZ von 78 mg/dl nicht hochgehen will und ich mich überhaupt nicht wohl fühle. Das ist doch mal echt doof, Spielverderber *grummel* Hoffe da ändert sich noch was und ich kann noch gehen. Sonst wäre ich doch echt sehr genervt. Naja, was heißt wäre, ich bin es.Momentan befinde ich mich in einer Phase, wo mich mein Diabetes nur noch nervt. Ich hoffe sehr, die geht schnell vorbei… Denn eigentlich kann ich nicht meckern über meine Werte, im Großen und Ganzen sind sie gut, aber es gibt halt immer wieder diese Momente in denen man laut schreien möchte :-)) 

Ein Schmetterling in Milas Bad – oder auch PAAAAAANIK!!!

Es hätte so ein schöner Abend werden können, ja HÄTTE!!! Meinen Kater war ich in den frühen Abendstunden los und so konnte ich es mir auf der Couch mit nem Teller Nudeln gemütlich machen und das sonntägliche Fernsehprogramm genießen. Da ich montags um 10 Uhr Uni habe, hab ich mir den Wecker auf 7.30 Uhr gestellt um noch in Ruhe zu frühstücken und mich in Ruhe fertig zu machen. Gut, daraus wird nichts, werd später aufstehen, haben ja jetzt schon 2.41 Uhr. Aber zurück zum Thema 🙂 Gegen Mitternacht habe ich beschlossen ins Bad zu gehen um Zähne zu putzen und mich bettfertig zu machen. Als ich gerade die Brille auf Waschbecken gelegt hatte, merkte ich über mir einen Schatten und vernahm das Flügelschlagen eines Falters…. und es war ein großer Schatten! Ahh, PANIK!!!! Schnell raus aus dem Bad und weg! Als ich gerade die Tür hinter mir zugeknallt hatte kam auch schon Sunny angelaufen, die das Flattern wohl vom Wohnzimmer aus gehört hatte und machte Radau, da sie ins Bad wollte. Sie war gar nicht mehr zu bändigen. Also habe ich die Tür aufgemacht, aber nur genau so weit, dass sie durchpasste und danch wieder zu, bzw. hab nur noch einen Spalt offen gelassen, so dass ich sie beobachten konnte. Madame war im Bad gut beschäftigt und ich konnte sehen, dass sie das flatternde Monster nicht mehr aus den Augen ließ. Das war ja schon mal gut, leider kam sie nicht an das Viech ran und konnte es fressen, denn der Falter hatte sich klugerweise oben an der Lampe festgeflattert. Klar, am Licht. Jetzt stand ich also draußen und fragte mich: was tun?? Das Viech MUSS weg und ich ins Bett. Klar war mir jedoch, dass ich das Bad so nicht betreten konnte. Also hab ich mir erstmal n langen Pulli angezogen und ne lange Hose und ne Mütze aufgesetzt. Jajaaaa, ich weiß ich bin bekloppt, aber es gibt nichts wiederlicheres als von so nem Viech gestreift zu werden und da der Platz in meinem Bad sehr gering ist, war die Chance sehr groß. Nun stand ich also vor der Badezimmertür und musste irgendwie da rein um das Monster zu vernichten, sonst hätte ich die ganze Nacht kein Auge zugetan… aber wie?? Ein bisschen verzweifelt habe ich nach Lösungen gesucht… Sarah wohnt leider nicht mehr nebenan, so dass ich hätte klopfen können um sie zu bitten das Problem zu beseitigen. Papa anrufen und fragen ob er mich rettet?? Gut, tagsüber hätte er das vermutlich getan, nachdem er mit Auslachen fertig gewesen wäre, aber nach Mitternacht?Eher nicht. So ein Mist, ich musste also selbst ran. Aber wie? Das Viech flatterte unter der Decke, wie Sunnys nach oben starrender Kopf verriet. Vorsichtig hab ich Tür ein bisschen weiter aufgemacht um mir das Tier mal ein bisschen genauer anzugucken. Nach einer kurzen Studie des Feindes als dieser an der Wand klebte, konnte ich erkennen, es war gar kein hässlicher schwarzer Nachtfalter, sondern ein Pfauenauge. Na der hatte sich wohl verirrt, schade…. also für ihn. Während Sunny nun also im Bad die Stellung hielt, holte ich mir in der Küche eine Sprühflasche mit Wasser, einen Eimer mit Wasser und auch den Wischmopp. Mit dem Wischmopp konnte ich das Fenster im Bad weiter öffnen, ohne selbiges betreten zu müssen. Vielleicht war das Monster ja so klug und findet den Weg auch wieder raus (nachdem ich das Licht ausgeschaltet hatte) , dachte ich mir. Dem war nicht so, also war meine nächste Überlegung: Badezimmertür ein bisschen weiter aufmachen, den Feind sehen und mit der Sprühflasche nass spritzen, so dass er abstürzt und ich ihn entweder platt mache oder raussetze. Aber auch das wollte nicht funktionieren. Mittlerweile waren 1 1/2 Stunden vergangen und ich dachte mir:  mensch Mila, du bist 28 und hast Angst vor so nem läppischen Schmetterling. Du traust dich nicht mehr in dein eigenes Bad, das kann doch wohl nicht sein. Es ist mittlerweile VIEL Zeit vergangen und du musst eigentlich schlafen und auch aufs Klo.. stell dich mal nicht so an und handle! Die tun ja nichts!!! 

Meine Nerven lagen blank, in meinem Ganzkörperschutz wurd mir auch langsam warm, also musste ich handeln. Dank Sunnys Gemecker konnte ich wahnehmen, dass der blöde Schmetterling gerad wieder um die Lampe rumflatterte. DAS war meine Chance. Zack die Sprühflasche geschnappt und nach dem Viech gezielt, leider jedoch keinen nennenswerten Erfolg erzielt. Die Uhr zeigte 1.48 Uhr, sprich seit einer Stunde und 48 Minuten war ich völlig hilflos wegen EINEM SCHMETTERLING!!! Das war mir dann doch zu blöde. Also habe ich den Staubsauger rausgeholt, das Viech beobachtet und als es dann mal 5 Minuten an einem Platz saß weggesaugt. Juchhu!! Besiegt, das Bett kann kommen!! Man, war ich stolz auf mich! Ok, einige werden jetzt schreien „das geht ja gar nicht“, das arme Tier. Aber das ist mir egal! Seit ich klein bin, habe ich tierische Angst vor Schmetterlingen, ich weiß nicht warum, aber es ist so. Es kann sich auch keiner erklären. Also meine Mama sagt immer scherzhaft: „im früheren Leben warst Du bestimmt ne Blattlaus und wurdest von einem Schmetterling gefressen“. Der Inder an sich  wird ja immer wieder geboren und wenn ich dann in nem früheren Leben so schlechte Erfahrungen gemacht habe…. 😀 Wie dem auch sei: der Falter ist weg und Mila kann jetzt um 3.31 Uhr schlafen gehen. Wird auch langsam Zeit, denn um 8 klingelt der Wecker.. aber was sind schon wenig Schlaf und finnische Grammatik, wenn ich vor ner guten Stunde meinen größten Feind besiegt habe, jawohl!! Aber wenn ich ehrlich bin: ein Orden verdient hat sich die Sunnymaus!!
Ach ja, die ganze Aktion hat meinen Blutzucker auf 240 mg/dl hochgetrieben, GANZ SUPER!!! Verfluchte Flattertiere!! 

Mensaessen, (leider) gut für den Blutzucker

Heute ist wieder Donnerstag und wie (fast) jede Woche, war ich mittags mit den Mädels essen. Da wir heute nicht wirkich viel Zeit hatten, da wir alle noch was in der Uni erledigen mussten, haben wir beschlossen in die Mensa zu gehen. Ich war ja gaaaaanz früher mal mit ner Freundin, deren Ansprüche was Essen angeht nicht wirklich hoch sind, in der Mensa essen. Danach habe ich mir geschworen: nie wieder!!! 🙂 Mein Studium habe ich in Bonn begonnen, dort konnte man über das Essen in der Mensa nicht klagen. Klar, hatte man auch mal Pech, aber im Großen und Ganzen konnte sich niemand beschweren. Nun studier ich seit letztem Sommersemester aber in Köln, also Schluss mit der feinen Mensa in Bonn… Konnte ich doch bis jetzt die Mädels immer dazu überreden auf der Zülpicher was essen zu gehen, hatte ich heute Pech. Zwei gegen einen, da hatte ich keine Chance. Also habe ich mir gedacht: Gib der Mensa nochmal eine Chance. Schließlich hieß es auch vor Jahren mal in der Presse, der Pächter hätte gewechselt und das Essen soll sich seitdem verbessert haben. Wir also in die Mensa rein und zu der Auslage, in der man sich alle Speisen des Tages angucken kann. Spontan hat mich nichts wirklich umgehauen.. aber gut :-)) Am Ende der Auslage habe ich dann doch noch was entdeckt, was so aussah, als könne man es essen:

*Gebackenes Hähnchenfilet mit Dauphinekartoffeln, dazu Erbsen und Tagesdessert*

EIGENTLICH kann man dabei ja nicht viel falsch machen. Die Panade vom Hähnchen war sogar ganz gut (für so n Massenbetrieb) und das Fleisch war auch ganz gut gebraten bzw. gekocht. Naja, an einem Erbsen und Möhrengemüse kann man nicht wirklich viel falsch machen, nur das es für meinen Geschmack zuuu viel in Butter geschwenkt wurde. Und die Kartoffeln… ja, optisch sahen sie mehr aus wie Kroketten. Hätten sie die Konsistenz von Kroketten gehabt, wäre es schön gewesen. Leider waren sie in der Mitte total matschig, nicht wirklich heiß und die Panade war nicht knusprig sondern auch matschig. Dazu gab es eine Sauce, deren genauen Geschmack ich gar nicht ausmachen konnte… auf jeden Fall war es eine Fertigsauce, das war eindeutig am Geschmack zu erkennen. Ich habe meine Portion nicht aufgegessen, außer das Gemüse. Die Mädels haben ihre Portion ratzeputz aufgegessen und danach auch Nachtisch.. den wollte ich allerdings nicht, ich war mit dem Hauptgericht schon bedient :-)) Gut, es hat besser geschmeckt als damals, aber öfter in die Mensa gehen, ich glaube nicht. Für die Blutzuckerwerte ist die Mensa allerdings ideal, denn wenn man seinen Teller nicht leerputzt, sind die Werte gut *hehe* Hatte ich vor dem Essen einen Wert von 125 mg/dl, so ist er 2 Stunden später bei 150 mg/dl gewesen. Das kann sich ja sehen lassen. 
Fazit: So schnell geh ich nicht wieder in die Mensa, es sei denn die Mädels überreden mich nochmal und ich muss, oder die kochen da besser… oder sollte ich meine Ansprüche vielleicht überdenken?? NEIN! Dann lieber doch abends selber kochen. Falls die Werte jedoch nochmal mies sind, gibts ab heute einen prima Weg sie zumindest temporär wieder in den Griff zu bekommen.

Ein bisschen Sport am Morgen…

..vertreibt Kummer und Sorgen 🙂 Nein, ganz so schlimm ist es nicht. Nachdem ich Montag morgen meinen Blutzucker passend zur Verabredung trotz essen nicht hochbekommen habe, fiel das Joggen leider aus 🙁 Ich war ziemlich frustriert und grummelig, aber Heike und ich haben es dann einfach auf heute verschoben. Also zweiter Versuch und neuer Anlauf. Um 7 klingelte der Wecker und ich wurde mit einem Wert von 152 mg/dl wach. Eigentlich zu hoch, aber für mein Vorhaben heute sehr gut. Habe noch schnell eine Scheibe Brot gegessen und pünktlich um 8 stand ich parat und hatte einen Ausgangswert von 162 mg/dl.
Überraschenderweise hat das Laufen heute suuuuper geklappt. Fiel es mir letzte Woche doch noch sichtlich schwerer nach 1,5 Jahren und ein paar Kilos zu viel auf den Rippen wieder reinzukommen, war es heute kein Problem *freu* Letzte Woche haben wir für unser Laufen-Gehen-Laufen auf einer Strecke von 3,1 km noch weit über eine Stunde gebraucht. Heute waren es 5,19 km und wir haben 57 Minuten gebraucht, Gehpausen waren kaum existent und wenn dann nur sehr kurz, juchhu! Und meine BZ-Werte haben auch fein mitgespielt. Bei km 3 hatte ich einen BZ-Wert von 160 mg/dl. Und jetzt nach  dem Laufen 155 mg/dl. Damit läßt sich doch leben und auch gut frühstücken. In der Küche warten nämlich 1 1/2 Ciabattabrötchen und ein leckeres Ei auf mich 🙂