Category Fotografie

Fernweh

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Der Januar war ja dieses Jahr irgendwie mein Dezember der letzten Jahre –  zumindest wenn ich mir so den  Ärger und Stress im Theater angucke. Mittlerweile haben wir Februar und ich dachte noch optimistisch, es kann nur besser werden. Wurde es nicht und wir haben gerade mal den 6.02. In solchen Momenten, in denen ich mir nur ärger und weiß das ich Recht habe, es sich aber trotzdem nichts ändert, wäre ich am liebsten irgendwo am Meer. Am Meer kann ich so herrlich meine Nase in Wind halten, abschalten und vor allem neue Energie tanken. Außerdem tut so ein Besuch immer meinem Blutzucker gut, der durch den ganzen Stress ein wenig Achterbahn fährt :-/ Jetzt haben wir im Theater aber erst einmal Pause, Karnevalspause. Ich glaube die tut uns allen auch ganz gut 🙂 Und vielleicht stabilisiert sich mein Blutzucker auch wieder. Vielleicht hilft auch der Gedanke, dass es im März endlich wieder raus geht. Raus auf eine Insel, eine sehr schöne Insel und hoffentlich auch für einen Tag ans Meer. Wir werden es sehen 😉

Ein wunderschöner Tag am Meer – oder auch Dublin und die böse 3 Teil II

Nachdem wir nun also am Vortag zeitig ins Bett gegangen sind, waren wir fit fürs Meer. Ziel unseres Tagesausflugs war das kleine Fischerdörfchen Howth, das ca 15 km von Dublin entfernt liegt. Tina und ich wollten 2010 schon dorthin reisen, leider spielte das Wetter damals nicht mit. Diesmal hatten wir jedoch Glück. Zu Fuß haben wir uns also zur Haltestelle der DART-Bahn gemacht und erreichten nach kurzer Zeit den Bahnhof in Howth bei strahlend blauem Himmel und Sonnenschein (Hier fällt mir wieder der Lieblingsspruch meiner Rentnerlein ein: „Wenn Engel reisen!“). Die Sonnenbrillen wurden gezückt und dann ging es los Richtung Wasser. Ich liebe das Wasser. Das Meer, die Weite, den Wind, einfach alles. Wenn ich am Meer bin, bin ich glücklich. Und nicht nur ich, mein Blutzucker freut sich dann auch. Aber dazu später mehr. Vom Bahnhof erreicht man den Hafen sehr schnell, so dass wir bald unsere Nasen in den Wind halten konnten.

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Weil das Wetter so schön war, sind wir bis zu dem kleinen Leuchtturm spaziert und haben uns dort erst einmal in die Sonne gesetzt. Das war so wunderbar, das Wasser sehen und hören, die Möwen, Entspannung pur. Fand mein Blutzucker auch. Der verlangte nämlich dort schon nach den ersten Gummibärchen, die ich wohl wissend mitgenommen habe.

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Nach unserem Päuschen in der Sonne bekamen wir so langsam Hunger und dachten uns, wir schlendern einfach mal in den Ortskern und schauen ob wir dort eine Kleinigkeit zu essen finden. Kleinigkeit deshalb, weil wir abends noch bei unserm Lieblingsitaliener in Temple Bar verabredet waren, um dort fein zu essen und dann im Pub in meinen Geburtstag zu feiern 🙂 Auf der Hauptstraße entdeckten wir ein kleines Lokal, was von außen sehr schön aussah und beschlossen spontan reinzugehen. Für Tina gabs dann eine Fischsuppe, die zwar fantastisch aussah, aber jeder der mich kennt weiß, dass ich definitiv keinen Fisch mag *g* Ich hatte dafür ein Sandwich, das wirklich nicht nur super aussah, sondern auch unglaublich gut geschmeckt hat.

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Nach dem „kleinen“ und äußerst leckeren Snack, sind wir die Hauptstraße wieder zurück geschlendert, vorbei an vielen bunten Häuschen und haben einen kurzen Abstecher zu einem Aussichtspunkt gemacht. Der Blick, den man von dort aufs Meer, den Hafen und die gegenüberliegende Ruine der St Mary’s Abbey hatte, war einfach fantastisk.

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Nach unserem Besuch auf dem Aussichtspunkt und einem kurzen Blick auf die Uhr mussten wir Howth leider schon wieder verlassen und uns auf den Weg zurück nach Dublin machen, wir hatten ja noch was vor *g*  Ich habe mir aber geschworen, dass ich wieder komme, in dieses kleine süße Fischerdörfchen.

Auf  dem Weg zurück im Zug passierte dann noch etwas, auf das ich gerne hätte verzichten können und Tina vermutlich auch. Ich

IMG_6003erwähnte ja schon zu Beginn, dass ich Gummibärchen mitgenommen habe und am Leuchtturm schon die ersten verdrückt hatte. Für mein Sandwich hatte ich erst gar keinen Bolus gespritzt, da ich mir dachte: wir laufen eh noch die ganze Zeit rum, das würde kein gutes Ende nehmen. Im Zug gefiel mir ein Vorschlag von Tina so überhaupt nicht, aber anstatt ihr das vernünftig zu sagen, habe ich sie dermaßen angepampt, dass sie gar nicht wusste wie ihr geschah 🙁 Für den Rest der Zugfahrt herrschte absolute Funkstille, Ruhe. Keiner von uns beiden sagte auch nur einen Ton. SEHR ungewöhnlich für uns beide. Sie kannte meine Reaktion nicht bzw konnte sie nicht zuordnen Pappnase war genervt und ich kam natürlich nicht auf die Idee zu gucken was mein BZ wohl sagen würde. (Mama würde in so einer Situation liebevoll sagen “ Miss mal deinen BZ und iss n Keks!“ 😀 ). Um den Frieden wieder herzustellen, haben wir dann doch Tinas Plan in die Tat umgesetzt und als wir im Shoppingcenter ankamen, kam mir auch der Gedanke, mal den BZ zu messen: 50 mg/dl. Na herzlichen Glückwunsch. Damit wäre dann auch geklärt, warum ich im Zug so zickig war. Also schnell in die nächste Süßwarenabteilung und alles war wieder gut 🙂 Und Tina hat daraus gelernt, hehe. Wenn sie jetzt merkt, ich bin kurz angebunden oder ein wenig bockig, liegt es zu 95 % daran, dass der BZ wohl ein bisschen niedrig ist.

IMG_6006Zurück im Hotel war die Stimmung aber wieder gut und wir haben uns gut gelaunt auf den Weg zu unsere Lieblingsitaliener um die Ecke gemacht, wo wir uns mit einer Freundin von mir getroffen haben. Wir haben viel gequatscht und fein gespeist.Leider musste Silke am nächsten Morgen sehr früh raus, so dass sie nicht bis Mitternacht bei uns bleiben konnte 🙁 Naja, aber Tina und ich sind wieder in unser Hotel inklusive Pub unseres Vertrauens zurück, wo es an dem Abend auch noch Livemusik gab – und die Jungs auf der Bühne waren großartig!!

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Und dann: das Bier schmeckte gut, wir hatten viel Spaß, die Musik und Atmosphäre im Pub stimmten auch, war es auf einmal Mitternacht! Yay! Da war sie dann also die „böse“ 3 🙂 Tat aber gar nicht weh und ist auch heute nicht schlimm wenn ich so drüber nachdenke. Tina hat extra einen Kuchen aus Deutschland mitgenommen,wenn schon denn schon 🙂 Und der Nachbartisch wurde direkt  mit aufgefordert Happy Birthday zu singen.

IMG_6021Ich denke gern an den Tag zurück, besser hätte man nicht 30 werden können. Wer weiß, wo ich dieses Jahr an meinem Geburtstag bin und mit wem… 🙂

 

Geysire, unaussprechliche Vulkane, Wasserfälle

All das fällt einem spontan ein, wenn man an Island denkt. Die liebe Alex hat mich letztens gefragt, ob ich schon einmal dort gewesen bin. Und was soll ich sagen? JA! Ich war dort und es war großartig. Als ich letztens meine alten Fotos gesichert habe, bin ich dabei auch wieder auf das Album „Island“ gestoßen und konnte gar nicht anders, als ein wenig zu stöbern und mich an die Zeit zu erinnern. Zwei Wochen war ich damals da, mit der Uni und ich muss sagen, das war mal eine wirklich gelungene Exkursion. Geflogen sind wir von Eindhoven nach Reykjavík. Dort haben wir nur die erste Nacht verbracht und sind direkt weiter auf der Hringvegur, Islands Ringstraße,  Richtung Norden über Blönduós nach Akureyri gefahren.

Blönduós

Neben einem Stop in Blönduós, haben wir auch einen Stop in Glaumbær, einer Art Freilichtmuseum gemacht. Davon gibt es in Island oder generell in Skandinavien sehr sehr sehr viele und irgendwie sind sie alle gleich, aber wir hatten keinen Wahl *g* War ja eine Exkursion und was sein musste, musste sein. Naja, ein paar schöne Fotomotive wurden uns ja geboten.

 

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Glaumbær

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Von Akureyri aus haben wir Tagesausflüge unternommen gen Osten. Als erstes sind wir zu einem von Islands bekanntesten Wasserfällen gefahren, der von der Ringstraße auch zu sehen ist, dem Goðafoss. Ich persönlich finde es ist der schönste Wasserfall Islands bzw auch der schönste den ich bis jetzt gesehen habe und das waren in Norwegen schon einige.

IMG_0782 Goðafoss

Ein weiteres Ziel war das Mývatn-Gebiet, mit dem Mývatn selbst, den Pseudovulkanen bei Skútustaðir, den bestialisch stinkenden Solfataren von Námaskarð, und natürlich Dimmu Borgir, für alle Metal-Fans (und von denen hatten wir ein paar dabei *g*) natürlich ein Muss.

Von Akureyri ging unsere Reise dann auf der Ringstraße wieder zurück gen Westen und weiter zu den Westfjorden. Dort hatten wir einen kurzen Aufenthalt in Ísafjörður, bevor es mit der Fähre über den Breiðafjörður nach Stykkishólmur ging und von dort mit dem Bus wieder zurück nach  Reykjavík, wo wir dann noch eine ganze Woche Zeit hatten.


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Naja, Zeit stimmt nicht so ganz. Aufenthalt trifft es wohl eher, hatten ja ein straffes Programm. Wie sagte eine Dozentin mal zu mir „Frau Stanossek, das ist eine Bildungsreise“ *g* wir konnten uns jedoch nicht wirklich beschweren, denn hin und wieder konnten wir unsere Dozentin auch davon überzeugen und frei zu geben und Islands Hauptstadt auf eigene Faus zu erkunden. Hierbei hatten wir sogar Unterstützung von unserer Isländischdozentin, dem verrückten Huhn 😀

Pflichtprogramm war an einem Tag jedoch der „Goldene circle“. Darunter versteht man wohl die berühmteste Tagestour auf Island, die man sich nicht entgehen lassen sollte. Der „Golden Circle“ ist eine ca 300 Kilometer lange Rundtour, die im Süden Islands die schönsten Sehenswürdigkeiten zeigt, wie Gullfoss – den goldenen Wasserfall, Strokkur – der wohl eindrucksvollste Geysir und den Þingvellir- Nationalpark. Dies ist ein Ort von historischer, kultureller und geologischer Bedeutung und einfach wunderbar.

Gullfoss
Gullfoss (mit Regenbogen eingefangen, wohoooo *g*)
Strokkur
Strokkur

Der kleine geysir mehr kann er nicht der kleine :)

Þingvellir- Nationalpark
Þingvellir- Nationalpark

Einen Tag hatten wir so richtig frei, kein Programm, keine nervigen Dozenten. Also habe ich mit einer Freundin (lieben Gruß in die Eifel) die Stadt auf eigene Faust erkundet. Unsere Entdeckungstour führte uns zum Wahrzeichen Reykjavíks, der Hallgrímskirkja. Wir haben es uns nicht nehmen lassen, mit dem Aufzug hochzufahren, um die schöne Aussicht zu genießen. Zum Glück spielte das Wetter mit und wir hatten oben angekommen einen fantastischen Blick.

Hallgrímskirkja Hallgrímskirkja

Danach machten wir uns mit dem Bus auf Richtung Meer und Richtung Reykjanes. Schön wars da. Die Sonne schien und wir hatten einen entspannten Tag fernab von allem. Da möchte ich auf jeden Fall wieder hin. Generell möchte ich irgendwann noch einmal nach Island reisen. Das Land ist so unglaublich schön und für jemanden wie mich, der die Kälte (auch wenn wir knapp 20 Grad im Norden hatten *g*), das Wasser, die Natur und auch die weiten Landschaften liebt ein Traum.

Reykjanes Reykjanes