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Stockholm – Teil II

Nach dem Museum, in dem wir uns diesmal auch länger aufgehalten haben, hatten wir noch ein bisschen Zeit die wir zum kochen genutzt haben, bevor wir uns abends dem nächsten kulturellen Highlight gewidmet haben. Wir sind nämlich in die Oper gegangen! Oh ja, in Tosca. In einer alten Reaktorhalle 🙂 Ja, richtig gelesen. Wir haben uns auch gefragt, ob wir dann verstrahlt wieder rauskommen und es war auch schon irgendwie ein komisches Gefühl in der Halle zu sitzen, aber der Abend dort war einfach nur genial. Es war eine sehr freie Inszeniereung von Puccinis Tosca, es wurde nicht nur italienisch sondern auch schwedisch und englisch gesungen. Außerdem kamen auch Popsongs von Lady Gaga drin vor. Ich sagte ja, sehr freie Interpretation und im Gegensatz zu den furchtbar steifen und sehr laaaangwierigen Opern ging diese Inszeniereung nur eine Stunde und 15 Minuten 🙂 Sehr angenehm.
Wie ich eben schon erwähnte, fand die Oper in einer alten Reaktorhalle statt. Diese befand sich 30 Meter unter der Erde. Also mussten wir erst einmal 167 Stufen abwärts steigen. Das war sehr spannend, denn guckte man links oder rechts über das Treppengeländer ging es seeeeeehr tief runter. Da wurde sogar mir kurz anders, dabei habe ich mit der Höhe echt kein Problem. Unten angekommen, waren wir dann also in der Reaktorhalle und uns wurde ziemlich schnell klar, dass das ein guter Abend wird. Die Halle war ein super Ort für die Oper und der Klang war der Hammer. Es war eine gute Entscheidung in die Oper zu gehen 🙂

Am Sonntag hieß es dann für uns früh aufstehen. Es sollte super Wetter werden, -6 C°, blauer Himmel und Sonne. Traumwetter für einen Tagesausflug nach Sigtuna. Anne und Ole waren schon mehrfach da und schwärmten sehr von dem kleinen Ort und einem total niedlichen Café. Ich war auf beides gespannt. Das tolle an dem Ausflug war, dass Emma (Schwedin) ekstra aus Ekilstuna nach Stockholm kam um mit uns gemeinsam nach Sigtuna zu fahren. Emma hab ich vor 3 Jahren (glaub ich *hust*) in Köln kennen gelernt, als sie mit noch ein paar Schweden in Köln zum Austausch war. Dank Handy, E-Mail und Facebook hat der Kontakt auch bis heute gehalten und so war es wirklich schön, sie nach der langen Zeit wieder zu treffen und zu sehen.
In Sigtuna angekommen, haben Anne und Ole uns durch das Örtchen geführt, alles erklärt und gezeigt. Groß war es nicht, eine Hauptstraße, Ruinen und Kirchen 🙂 aber total süß und immer wieder eine Reise wert. Da das Wetter wie angekündigt traumhaft war, haben wir uns nach dem Besichtigen dazu entschieden ans Wasser zu gehen und die Sonne zu genießen.

Die Hauptstrasse
Ruine
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am Wasser bzw. Eis 🙂

schön wars!

Nachdem wir uns eine halbe Stunde gesonnt hatten, haben wir beschlossen nochmal ins Örtchen zu gehen. Na, könnt ihr euch denken warum? Richtig: Kuchen essen! 🙂 Schließlich mussten wir ja noch das tolle Café besuchen. Und das war wirklich total süße. Bei Tante Brun hieß es. Ein altes Fachwerkhaus, mit schiefen Balken und einer sehr niedrigen Decke. Ich konnte natürlich aufrecht durchs Café gehen, andere mussten schon die Köpfe einziehen um sich selbige nicht zu stoßen. Drinnen kam man sich vor wie bei Oma im Wohnzimmer. Alles sehr liebevoll eingerichtet und bis ins kleinste Detail durchdacht. Nachdem wir dort dann ausgiebig gespeist hatten, sind wir nochmal durch Sigtuna gelaufen und haben uns dann wieder auf den Weg nach Stockholm gemacht.

Eingang zum Café

Ein Hoch auf die Panoramafunktion 🙂
Schattenbilder *jubel*

Zurück in Stockholm und bei Anne waren wir ziemlich platt und wollten eigentlich gar nichts mehr machen. Aber: keine Chance. Der Plan für abends war es, nochmal in die Stadt zu fahren und dort in den Pub Anchor zu gehen. Das musste auch unbedingt sonntags sein, denn da ist immer Rock Karaoke. Ein wenig müde haben wir uns dann kurz nach 22 Uhr aufgerappelt und sind nochmal in die Stadt. Zum Glück. Ein Pub mit richtig guter Musik und sehr spannenden Leuten. Ein leckeres Bierchen rundete den Tag dann ab.

Stockholm – Teil III

Den Montag sind wir ganz entspannt angegangen, Anne musste so langsam anfangen zu packen und so haben wir erst gegen Mittag das Haus verlassen. Wir sind dann wieder nach Söder gefahren und waren dort vegetarisch essen, sehr spannend und mit traumhaften Blick auf Gamla Stan und Djugården. Da wir für abends verabredet waren, brauchten wir noch ein bisschen Programm für nachmittags. Also sind wir nach Skeppsholmen gefahren und dort ein bisschen spazieren gegangen. Naja, das ein oder andere Foto haben wir auch gemacht, bot sich aber auch an 🙂

Blick aufs Schloss
Die Krone auf der Brücke nach Skeppsholmen
Panoramafunktion 🙂
<3

Von Skeppsholmen sind wir wieder nach Tensta zurück, haben noch schnell etwas gegessen und dann ging es auch schon wieder los. Ab in die Weihnachtskneipe! Ole und ich konnten uns nach Annes Erzählungen erst einmal nichts drunter vorstellen, aber dann waren wir da. Ich kann es mit Worten nur schwer beschreiben, daher lasse ich mal die Bilder sprechen  🙂

der süße Eisbär der charmant den Hintern entgegen streckt

links Damen, rechts Herren

Bierchen! 🙂

ja unsereins war auf der Toilette nicht alleine! :))

Noch Fragen??? :-)) Coole Kneipe! Und wenn meine Chefin sehen würde wie es da aussieht, würden wir
das Theater ab Dezember nicht mehr wieder erkennen…

Stockholm – diesmal Urlaub, KEINE Rentnerlein

Aschermittwoch war es soweit, es ging nach Stockholm. Und das tolle an der Reise war: ich hatte Urlaub! Das letzte mal als ich in Stockholm Urlaub hatte war 2006, als ich mim Rucksack einen Monat durch Skandinavien gereist bin. 2010 und 2011 waren die Aufenthalte in Stockholm immer „dienstlich“, so dass ich mehr damit zu tun hatte, dass keiner meiner Rentnerlein verschütt geht, niemand in Gamla Stan auf dem Kopfsteinpflaster stolpert (was ja meine Schuld gewesen wäre *g*) usw. 🙂
Das alles entfiel, denn Ole und ich haben Anne abgeholt, die für ein halbes Jahr in Stockholm für ihre Diss recherchiert hat.
Der Flug nach Stockholm war schon sehr fein, da wir bei Germanwings die Option „Best“ gewählt hatten. Somit hatten wir auch den „Best Seat“ mit mehr Beinfreiheit (die ich Zwerg ja brauche *g*) und einen „Happy Snack“, der sich als Brötchen und kleines Getränk entpuppte, Frühstück/Mittagessen.

In Stockholm angekommen hat Anne uns von T-Centralen abgeholt und wir sind mit der Bahn zu ihr nach Tensta gefahren. Irgendwie waren wir so platt an dem Tag, dass wir gar nicht nochmal los sind. Stattdessen haben wir es uns mit Pizza, Wein und Quatschen in der WG-Küche gemütlich gemacht und haben den Abend ruhig ausklingen lassen.
Am nächsten Tag (Donnerstag) sind wir nach dem Frühstück in die Stadt nach Gamla Stan gefahren. Der Vorteil an diesem Stockholmaufenthalt war, dass wir alle drei Stockholm kennen/kannten, daher gab es nicht den Druck „wir müssen jetzt unbedingt das und das machen oder sehen“. Wir konnten alles ganz entspannt angehen und waren uns beim planen der Tage immer einig. Das war sehr angenehm – Urlaub!! 🙂
Während wir gemütlich durch Gamla Stan schlenderten, hörten wir auf einmal Salutschüsse. Wir waren natürlich neugierig, dachten aber, dass hätte was mit der Wachablösung zu tun – auch wenn sie vom Hall her mehr aus Richtung Hafen kamen (später haben wir erfahren, dass sie zu Ehren der kleinen schwedischen Prinzessin Estelle abgefeuert wurden, die eben an jenem Donnestag geboren wurde). Wir sind dann jedenfalls zum Schloss gegangen um uns die Wachablösung anzuschauen.

Wir hatten auch einen wunderbaren Platz in der Sonne, konnten ganz entspannt warten bis es losging, bis sich plötzlich mein lieber Blutzucker meldete. Der hatte anscheinend keinen Lust auf Wachablösung und rauschte lieber in den Keller. Auch Gummibärchen haben es nicht geschafft, ihn für die Wachablösung zu begeistern, also haben wir diese abgebrochen und sind Richtung Pressbyrån. Dort gabs dann  Kanelbullar (ohne Bolus versteht sich), die den Blutzucker erstmal wieder bei Laune gehalten haben. Nach dem Snack haben wir dann beschlossen noch ein bisschen durch Gamla Stan zu schlendern und danach in einem kleinen süßen Café Kuchen zu essen und einen Kaffee oder Tee (Anne & ich) zu trinken.

Aufgewärmt und gestärkt ging es vom Café mit der Bahn nach Söder, wo wir erst ein wenig spazieren gegangen sind und dann zum Katarinahissen. Dort oben war es schweinekalt, sehr windig, aber man hatte einen fanstastischen Ausblick, so dass wir viele schöne Fotos machen konnten.

 
Völlig durchgefroren haben wir uns danach auf den Weg Richtung Tensta gemacht, wo wir fein gekocht haben. 
An den nächsten beiden Tagen stand die Kultur im Vordergrund, vielleicht das Alter, man weiß es nicht :-)) Freitag vormittag haben wir uns aufgemacht und sind in  die Ausstellung von  Ai Weiwei gegangen. Die war sehr klein, so dass wir nach ner guten Stunde durch waren und uns gefragt haben: was nun? Die Frage war schnell beantwortet. Da wir uns zu dem Zeitpunkt im Frihamn befanden, Djugården direkt um die Ecke lag war das nächste Ziel klar: der Kaknästurm (Kaknästornet), Stockholms Fernsehturm sozusagen und das höchste für Touristen zugängliche Bauwerk. Von dort oben hatte man einen wunderbaren 360° Blick und, was für uns noch viel besser war: es gab ein riesen Kuchenbuffet. Da mussten wir natürlich wieder zuschlagen und haben es uns mit Kaffe/Tee und einem super leckere Stück Morotskaka (ohne spritzen natürlich!! *g*) gut gehen lassen. 
Am Samstag stand dann das nächste Museum auf dem Pogramm: das Fotografiska, das fotografische Museum. Ole hatte darüber wohl gelesen und ein Freund von ihm war sehr begeistert, also waren wir drei ziemlich gespannt, was uns wohl erwarten wird. Das Museum war der Wahnsinn. Zu dem Zeitpunkt haben drei Künstler ihre Bilder ausgestellt. Der erste Künstler (Anton Corbijn) hat sich auf die Porträtfotografie spezialisiert und so kam es, dass einen auch sehr viele berühmte Persönlichkeiten angelächelt haben.
Der zweite Künstler, ein Spanier mein ich war es, hat sich eher auf Gegenstände spezalisiert bzw auf Stahlbauten und Gerüste und Gebäude. Die Fotos waren gut, aber mir persönlich haben sie nicht so gut gefallen bzw. ich mochte die von Corbijn lieber. Der dritte Künstler war eine Künstlerin, eine Norwegerin. Sie hat auch Menschen fotografiert, aber nicht die typischen Models. Unsere erste Meinung zu ihren Bildern war: die Frau hat doch n Schaden, die Bilder sind leicht verstörend :-)) aber wenn man es genau betrachtete, waren die Bilder alles andere als vestörend, sie hat einfach die Realität fotografiert ohne irgendetwas zu beschönigen oder zu retuschieren. Es waren Alltagssituationen mit ganz normalen Persönlichkeiten. So hat sie z.B. nackte dicke Menschen fotografiert oder eine leicht bekleidete Dame, an deren Oberschenkeln man Einstichstellen sah. Hin und wieder begegnete einem auch das ein oder andere Geschlechtsteil, sowohl männlich als auch weiblich oder sie hat die unterschiedlichsten Menschen beim Sex fotografiert.
Das Museum hat uns drei sehr beeindruckt und ich glaube wenn ich nochmal in Stockholm ein bisschen Zeit habe, würde ich immer wieder hingehen.

Ich liebe das eisige Wetter

Auch wenn es vielleicht niemand verstehen mag, aber ich finde das momentane Wetter toll. Die meisten um mich rum fluchen, jammern und meckern, dass es ja sooo kalt sei und man ständig fiert. Ich finde das Wetter großartig. Die Luft ist schön klar, die Sonne scheint und wenn man sich schön warm einpackt muss man auch nicht frieren 🙂

Skandinavien die Zweite

Drei Wochen ist es schon wieder her, dass ich hier etwas geschrieben habe. Das heißt aber auch, ich war jetzt 3 Wochen fast durchgehend unterwegs, drei Wochen nicht zu Hause und 3 Wochen von meinem Katzi getrennt. Aber: seit einer Stunde ist die kleine Maus wieder hier und ich das erste mal seit langem wieder ausgeschlafen 🙂 Aber nun mal von vorne:
Am Ende August ging es für mich ein zweites mal nach Hamburg und dann weiter Richtung Nordkap. Diesmal ist auch eine Freundin, die Jenny, auf der Tour mitgefahren, was mich sehe gefreut hat. Auf der Zugfahrt war ich schon sehr gespannt, wie meine Gruppe wohl diesmal sein wird, wo sie wohl herkommen und vor allem: wie sind meine Busfahrer :-)) Aber ich dachte mir auch: schlimmer als bei der letzten Tour kann es ja nicht werden 🙂 Als ich Horst und Michael dann kennen gelernt habe, war ich sehr erleichtert, beide super nett, den Bus voller Essen und Getränke und Horst ist die Strecke kurz zuvor auch schon gefahren. Die Busfahrer waren diesmal also top und die Gäste.. ja die Gäste waren auch alle lieb, allerdings kamen sie aus dem Schwabenländle, was die Kommunikation am Anfang etwas erschwert hat. Ich hab die nicht verstanden und die mich auch nicht *g* Naja, aber nach einer kurzen Eingewöhnungsphase ging es dann, bis auf die Uhrzeit: mit dem „viertel 1“ und „dreiviertel 1“ tu ich mich bis heute schwer, auch wenn Michael es sehr bildlich an einer Pizza versucht hat mir zu erklären „Mila, du isst doch auch keine viertel vor Pizza“ *g*
Die Tour verlief auf jeden Fall sehr stressfrei, alles hat reibunslos geklappt und war im Gegensatz zu der ersten Tour wirklich „entspannend“.

Mila, Robert, Franzi, Fitz, Hanna, Jenny
Warten auf die Hurtigruten
Michael
1 Abend, 5 Leute, 5 Flaschen Wein 🙂
Mila und Robert
Finnland
Nordkapinsel
Nordkapinsel
20.30 Uhr auf den Hurtigruten
Lofoten
von den Lofoten zurück aufs Festland, leichter Wind *g*
Polarkreis
Die Weltkugel nur für mich alleine, wohoo
am Nordkapp
Norwegen
20.30 Uhr Hurtigruten Richtung Tromsø