Category Frankreich

Fronkraisch!

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Nächste Woche geht es los. Ich freu mich jetzt schon sehr. Den Süden Frankreichs kenn ich wie meine Westentasche, aber nördlicher als Bordeaux war ich noch nicht. Die Route steht, die ersten beiden Hotels sind gebucht, es bleibt uns also nur noch zu hoffen, dass das Wetter mitspielt. Das wäre zumindest schön – wenn nicht, es gibt ja bekanntlich nur die falsche Kleidung 😉

Savoir-vivre? Definitiv

Wie die Überschrift schon sagt, haben wir es uns gut gehen lassen, aber von vorne:

Jeder der hier fleißig mit ließt wird festgestellt haben, ich liebe den Norden. Die raue und zugleich wunderschöne Natur, das Schroffe, die Offenheit und Höflichkeit der Skandinavier. Wer mich dazu aber noch gut kennt weiß auch, dass es genau entgegen gesetzt ein kleines Fleckchen Erde gibt, dass ich fast genau so liebe. Habe ich dort doch als Kind (naja gut bis ich 17 war) jedes Jahr meinen Sommer verbracht, die Sprache gelernt, so dass ich sie heute nahezu fließend beherrsche und einen Eindruck davon bekommen, was es heißt das Leben zu genießen. Die Rede ist natürlich von Frankreich.

Glücklicherweise habe ich eine ganz liebe und tolle Freundin, die Tina, die Frankreich genau so mag wie ich. Aus dem Grund kam uns eines Tages die Idee, einen Tagesausflug nach Frankreich zu machen. Köln liegt für Tagesausflüge solcher Art nahezu perfekt. Gute drei Stunden und wir sind in Frankreich. Gesagt getan, die Idee war geboren. Unser erster Plan war es, nach Thionville zu fahren. Dort wollten wir in ein Café gehen, nett was essen und trinken und den Tag verbringen. Auf dem Rückweg wollten wir in einen französischen Supermarkt und feine Leckereien kaufen. Der Plan war gut!! Die Zeit verging und eines Tages, vermutlich bei nem Wein oder Bierchen, fragte mich Tina, ob ich schon einmal in Metz gewesen sei. War ich bis dato nicht. Vielleicht mal dran vorbei gefahren, ich konnte mich aber nicht dran erinnern. Immerhin war ich 2001 das letzte Mal mit meinen Eltern in Südfrankreich. Ist also schon ein paar Jährchen her. Tina war bereits mal da und fand das Städchen sehr schön, also wurde umgeplant und Metz war unser Ziel. Es lag aber auch nur noch gut 30 km hinter Thionville, so dass es nicht wirklich viel weiter war.

Vorletzte Woche war es dann soweit. Wir haben uns entschieden, über die Eifel und Luxembourg (tanken und so ;-)) hinzufahren und über Trier und durch die Eifel wieder zurück. Der Rückweg hatte noch einen besonderen Grund, auf den ich vielleicht später noch einmal eingehen werde 🙂

Pünktlich um 7 Uhr sassen wir bei Tina um Auto und unserer kleiner Roadtrip konnte losgehen. Da wir so früh auf den Beinen war, war auf den Straßen so gut wie nichts los. Die Autofahrt war sehr lustig und wir hatten viel Spaß. Ein Grund dafür war, dass die Heizung in Tinas Auto eine Art Eigenleben hatte, sprich sie tat es nicht. Zumindest die meiste Zeit. Es gab kurze Lichtblicke, da tat sie es für kurze Zeit und wir hatten die Hände vor der Heizung um jedes noch so kleine bisschen Wärme zu erhaschen. In der Eifel lagen noch riesen Schneefelder, die uns noch einmal vor Augen führten, dass es im Auto bitterkalt war 😀 Haben wir uns eben warm gesungen. Geht alles!! Und zwischendurch kam ja auch ein bisschen Wärme. Unser Weg führte uns also über Blankenheim, Prüm, Bitburg nach Luxembourg, wo wir mit leichtem Schneefall begrüßt wurden, was uns aber natürlich in keinster Weise gestört hat. Immerhin waren wir auf dem Weg nach Frankreich.

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Pünktlich in Frankreich wurde das Wetter ein bisschen besser, denn die Sonne kam hervor und wie könnte es anders sein, die Heizung meldete sich auch wieder. Also Fenster ein bisschen auf und Sonnenbrillen gezückt. Außerdem war es  bis Metz nun auch nicht mehr weit.

Beim Einfahren in die Stadt bzw. in Richtung Kathedrale Saint-Étienne, was lustigerweise auf deutsch Stephansdom heißt, fuhren wir am Moyen Pont vorbei und bogen dann rechts ab um in der Nähe des Office de Tourisme zu parken bzw unter Saint-Étienne. Das ist wie ich finde wirklich gut gelöst, denn das Auto steht geschützt und sehr zentral.

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Nachdem wir unser Auto nun sicher geparkt hatten, sind wir zu Fuß los um die Stad ein wenig zu erkunden. Als erstes ging es natürlich in die Kathedrale Saint-Étienne. Diese wurde zwischen 1220 – 1520 im Stile der Gotik errichtet und steht seit 1930 unter Denkmalschutz. Ich persönlich hab ja mit der Kirche so gar nichts am Hut, aber ich liebe gotische Bauten. Daher fand ich Saint-Étienne auch sehr schön und finde es nicht verwunderlich, dass die Kathedrale zu einer der größten und schönsten gotischen in ganz Frankreich gehört. Leider habe ich Pappnase versäumt, sie von außen mal ganz zu fotografieren, aber ich komm ja noch einmal nach Metz, dann wird das nachgeholt 🙂

Von der Kathedrale sind wir zu Fuß durch die kleinen Gassen geschlendert und haben uns alles genau angesehen. Ein wirklich schönes Städchen. Neben Saint-Étienne befinden sich die Markthallen, in denen es jede Menge Leckereien zu kaufen gab. Naja, überwiegend Fisch, so dass es mehr für Tina ein Genuss war dort duchzuschlendern, aber da sie mich ja nicht gezwungen hat ihn zu essen, passte das.

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Nach unserer Erkundungstour und einem pain au chocolat unterwegs, meldeten sich mein Kreislauf und mein Blutzucker. Naja besser gesagt, sie meldeten sich ab, was eindeutig ein Zeichen dafür war jetzt sofort was essen zu gehen. Gesagt getan. Wir sind zur Place Saint-Jaques gegangen, dem Platz im historischen Zentrum von Metz. Dort haben wir uns in einem kleinen schnuckeligen Café einen Platz gesucht und ein ganz formidables Mittagessen gehabt.

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Und was wir feines gespeist haben und wie sich der Rückweg inklusive Einkauf im Intermarché gestaltete, das erfahrt ihr hier :)