Category Skandinavien

Ein Stück Skandinavien in Bonn

Wie das funktioniert? Ganz einfach: vom 28.04. – 5.05. finden in Bonn, in der Brotfabrik und im LVR-Museum,  die Skandinavischen Filmtage statt. Fernab der nordischen Klischees (kalt, düster und brutal) soll gezeigt werden, was der skandinavische Film noch alles kann – er kann nämlich weit mehr.

Das Filmfestival

1999 fand das Festival, rund um den skandinavischen Film, zum ersten Mal statt. Studenten der Uni Bonn, der Abteilung für Skandinavistik, haben es sich zur Aufgabe gemacht, sowohl den skandinavischen als auch den finnischen Film, nach Bonn auf die Leinwand zu holen. Die Filme sollten im Original gezeigt werden, allerdings mit deutschen oder englischen Untertiteln – es sollte schließlich jeder etwas davon haben und das andere Skandianvien kennen lernen.

Der Erfolg gab ihnen Recht. Dieses Jahr finden die Skandinavischen Filmtage zum 17. Mal statt. Das Team besteht heute aus 16 Studenten, die das Filmfestival ehrenamtlich organisieren.

Skandinavische Filmtage Bonn

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Der „kühle“ Norden mit 28 Grad :))

Nun bin ich also wieder zurück aus dem kühlen Norden. Norden stimmt, kühl definitiv nicht. Ein bisschen Farbe hab ich bekommen 😀 So hatten wir im Süden generell über 20 Grad und selbst am Polarkreis beim Weihnachtsmann zeigte das Thermometer 28 Grad an. Ja, richtig gelesen. Finnisch Lappland zeigte sich von seiner sonnigen Seite und mit knapp 30 Grad. Merry Christmas bei strahlend blauem Himmel und Sonnenschein, warum auch nicht?

Gut, weiter 600 km nördlich, am Nordkapp, hatten wir am nächsten Tag nur noch 5 Grad. Passte schon eher 😉

Ein ausführlicher Bericht und jede Menge Bilder werden in Kürze folgen. Erst einmal heißt es Rechnung schreiben, Bilder auf den Rechner ziehen, sichten und dann, dann werde ich von einer sehr spannenden und lustigen Tour berichten, die mal wieder alles zu bieten hatte, was Euch mit Sicherheit lachen oder auch auch die Hände über dem Kopf zusammen schlagen lässt. Außerdem war ich vorher ja bei lieben Freunden in Hamburg, die auch noch einen Beitrag bekommen werden und mein süßer Begleiter natürlich auch 🙂

Vorab aber schon einmal zwei Bilder und das Lied, welches mich/uns auf unsrer Tour durch den Norden begleitet hat – wunderschön, wenn man dazu am Fjord entlang fährt aufs Wasser schaut und anfängt zu träumen.

Jönköping

Hurtigrute

„Wird das nicht langsam langweilig – das Nordkapp?“

<3Ein bisschen verdutzt war ich über die Frage ja schon. Gut, Ziel aller Nordlandfahrer ist es, einmal im Leben das Nordkapp zu erreichen, auf dem Plateau zu stehen, welches steil aus dem Eismeer herausragt, auf das Wasser herabzublicken, mit viel Glück die Mitternachtssonne zu sehen und zu wissen, da geht es jetzt nicht mehr weiter – ich befinde mich am nördlichsten Punkt Europas.  (Für die Besserwisser unter Euch: ja ich weiß, dass es einen noch nördlicheren Punkt gibt 😉 )

Ja, es war windig!!

In zwei Wochen werde ich wieder gen Norden aufbrechen mit dem Ziel, am 4.06. am Nordkapp zu stehen, auf das Eismeer zu schauen, meine Nase in den Wind zu halten, zufrieden zu lächeln und zu denken: Wie toll! Angekommen! Freiheit!  Für mich wird es das achte mal sein. Das achte mal am Nordkapp und für dieses Jahr auch nicht das letzte mal 🙂

Für meine Gäste ist das Nordkapp neben den Lofoten das Highlight ihrer Reise und ein ganz besonderer Ort,  den viele vermutlich auch nur dieses eine mal sehen und erleben werden. Wie besonders dieser Ort  für meine Gäste ist, zeigt diese kleine Geschichte aus dem letzten Jahr:

das Nordkap liegt auf der Insel Magerøya, die duch den Nordkapptunnelen erreicht wird. Von da sind es dann noch ungefähr 30 km bis zum Kap. Die Straße schlängelt sich serpentinenartig hoch und hinter jeder Kurve wartet ein neues Fotomotiv. Hierbei spielt es keine Rolle, ob die Sonne scheint oder die Wolken tief hängen, der Ausblick ist immer fantastisch. Eine Dame hat wirklich jedes Fotomotiv mitgenommen, was zur Folge hatte, dass die Batterien der kleinen Kamera  leer waren und sich sowie wir den Parkplatz des Nordkapps erreicht hatten, verabschiedeten.

Nach meiner Ansprache an die Gäste kam sie weinend und völlig aufgelöst zu mir und zeigte mir, dass ihre Kamera einfach nichts mehr tat. Nachdem ich sie kurz in den Arm genommen habe um sie zu trösten fragte ich sie, ob sie denn nicht in ihrer Tasche Ersatzbatterien mithätte, denn dann würde ich ihr die schnell austauschen und dann könne sie sofort los und weiter fotografieren. In ihrem Geschluchze hatte sie wohl aber nicht gehört was ich sie gefragt hatte, denn sie stammelte nur „Jetzt bin ich so weit und so lange gefahren Sharmila und jetzt macht die Kamera einfach nichts mehr.“ Ihrem Göttergatten wurde das Gejammer zu viel und er entschied sich, seine Frau mir zu überlassen und schloss sich schon einmal der Gruppe an, die bereits auf dem Weg zur Nordkapphalle war. Ein bisschen schmunzeln musste ich ja schon. Nachdem sich meine kleine Omi dann wieder ein wenig gefangen hatte, fragte ich sie noch einmal nach den Ersatzbatterien und siehe da es gab welche. Allerdings waren diese nicht im Handgepäck im Bus, sondern gut und sicher verpackt im Koffer. Wie günstig dachte ich mir, ohne diese Worte auszusprechen. „Mein Sohn hat mir die Kamera gegeben und die Akkus und gesagt ich soll diese sicher verwahren“. Na herzlichen Glückwunsch, guter Sohn 🙂 Da ich mittlerweile aber echt Mitleid mit der kleinen Omi hatte, habe ich mit einem der Busfahrer gesprochen, wir haben die Gepäckklappen geöffnet und besagten Koffer gesucht. Sicher verwahrt fanden wir dann auch die Batterien, welche ich schnell gewechselt habe und die kleine Dame fing erneut an zu schluchzen. Diesmal aber aus Erleichterung und Dankbarkeit.

Dieses Erlebnis hat mir gezeigt, welche große Bedeutung das Nordkapp doch hat und welche Faszination es auf meine Gäste oder generell auf die Besucher ausübt. Und genau diese Faszination überträgt sich auch auf mich. Egal wie oft ich schon dort gewesen bin und auch noch sein werde. Der Ort ist einfach besonders, wunderschön, einzigartig und definitiv nicht langweilig 😉

Und jetzt: Ton an, Vollbild an und genießen!

Die Verträge sind gemacht…

Skandinavien

…und es wurde viel gelacht – oder wie sang einst Westernhagen in seinem Lied „Freiheit“.

Für mich bedeutet die oben zu sehende Unterschrift: ab zum Nordkap! Es dauert noch bis Ende Mai. Aber hey, wir haben schon Mitte März, die Zeit rast. Ich seh das schon kommen, ich bereite mich wieder vor bzw. nehme mir vor früh genug anzufangen und zack geht es schon los. Los zum arbeiten in Skandinavien. Eine Reisegruppe sicher zum Nordkap manövrieren und auch wieder zurück. Viele werden jetzt denken: oh wie toll, Urlaub. Nein! Urlaub ist es nicht – 24 Stunden im Dienst sein hat mit Urlaub nicht viel zu tun. Aber die Landschaft entschädigt für alles, daher ist es eine „schöne“ Arbeit. Da arbeiten, wo andere Urlaub machen oder dafür zu sorgen, dass sich alle gerne an die Zeit im hohen Norden zurück erinnern. Neue Leute kennen lernen, neue Geschichten hören, die Begeisterung und das Strahlen der Gäste in den Augen sehen, aber auch die Panik wenn sie hören, auf was genau sie sich da nun eingelassen haben 🙂 Entspannen, wenn die Gäste alle zufrieden sind (oder es scheinen!) und man den Hauch von Feierabend verspürt. In die Sauna setzen, spazieren gehen, die Kamera schnappen und die wunderschöne Natur und Stille genießen. Ich freue mich!

Mitternachtssonne mit Blick auf Nordkapp